Fantasy und Science-Fiction

Für alle, die auch analoge Unterhaltung schätzen...

Moderator: Bulletrider

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nemesis

Fantasy und Science-Fiction

Beitrag von nemesis »

Matt Ruff – G.A.S. - Die Trilogie der Stadtwerke
dtv, 1997
ISBN 3-423-20758-2

Taschenbuch, 622 Seiten


Mir war natürlich schon nach dem Klappentext klar, daß dieses Buch sich von dem überragenden „Ich und die anderen“ deutlich unterscheiden würde. Mit einem derart großen Unterschied hatte ich allerdings dann doch nicht gerechnet...

New York im Jahr 2023. Der Multimilliardär Harry Gant, immer für eine „klasse Idee“ zu haben, will einen neuen Turm zu Babel errichten. Reich geworden ist er durch die Erfindung des „elektronischen Negers“, eines Roboters, der den Menschen im Alltag Arbeit abnimmt. Auf den Meeren werden Gants Unternehmungen immer wieder vom Ökopiraten Philo Dufresne in seinem grün-violetten Unterseeboot Yabba-dabba-doo gestört. Zugleich treibt in der Kanalisation von New York ein mutierter Riesenhai namens Meisterbrau sein Unwesen und macht Jagd auf die Kanalarbeiter (deren Aufgabe inzwischen nur noch darin besteht genau solche Tiere zu erlegen). Und dann wären da noch die merkwürdige Uhr auf Gants Babelturm, die ähnlich einem Countdown immer weiter auf 1.000 hin zählt sowie die „ironischen Todesfälle“, denen in den letzten Jahren einige Menschen zum Opfer gefallen sind, unter anderem auch ein berühmter Börsenberater. Gants Ex-Frau Joan Fine erhält den Auftrag, herauszufinden, was diesem Mann zugestoßen ist und entdeckt dabei eine gigantische Verschwörung...


Genauso verworren wie sich die obige knappe Inhaltsangabe liest, ist das Buch auch tatsächlich: ein buntes Kabinett voller schräger Einfälle, politisch nicht immer korrekt, aber höchst amüsant. Beim Lesen kommt einem immer wieder Douglas Adams in den Sinn; der Stil des Autors in diesem Buch erinnert stark an die „Anhalter“-Bücher und ist viel leichter als das dunklere „Ich und die anderen“. Schmunzeln kann man hier also an sehr vielen Stellen, oftmals auch laut herauslachen (bspw. über die Bezeichnung für den Tod eines Kanalarbeiters: „Bedingung für den Eintritt in den vorzeitigen Ruhestand“). Die ganze Atmosphäre des Romans ist selbst an dessen düstersten Stellen immer leicht und heiter, alles beobachtet der Autor mit einem Augenzwinkern. Dabei zielt Ruff aber nicht nur auf den schnellen Lacher oder hat ein rein humoristisches Werk geschrieben (obwohl Satire doch das Hauptmerkmal des Buches ist).

Denn neben dem absurden Humor werden auch viele philosophische Fragen aufgeworfen, vor allem durch die Gestalt der Objektivistin Ayn Rand (die hierzulande wohl eher weniger bekannt sein dürfte). Ihre Philosophie basiert auf der Idee, daß der Mensch grundsätzlich immer egoistisch sein muß und sich ausschließlich von seinem Verstand leiten lassen sollte. Zwischen der in einer Sturmlampe als Computerbild eingeschlossenen Philosophin und der Umweltaktivistin Joan Fine (Gants Ex-Frau) kommt es denn auch immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen über das Leben und dessen Sinn. Die Absurdität der objektivistischen Philosophie wird hier dann ein ums andere Mal eindeutig dargelegt, ohne dabei aber zu polemisch oder unsachlich zu werden (ein Vorwurf, der von vielen Objektivisten gegen das Buch erhoben wurde). Vielmehr setzt Ruff gerade seinen Verstand gegen das Diktat des Verstandes nach Rand ein und kommt damit zu sehr schönen Schlußfolgerungen.

Neben dieser Satire über Rand und ihre Philosophie gibt es in diesem Buch aber noch weitere Handlungsstränge. Wie bereits erwähnt, sind diese wunderbar ausgedacht, voller Phantasie und Lust am Fabulieren entwickelt und auf eine schlicht brilliante Art und Weise miteinander verknüpft ... nur leider überhaupt nicht spannend. Da in diesem Kabinett der schrägen Einfälle auf beinahe jeder Seite eine neue Idee auftaucht, gibt es keinen wirklichen Zusammenhalt in dieser Geschichte, vieles wirkt auf den Leser wie Stückwerk, das einfach nebeneinander gesetzt wurde (genau betrachtet, gilt das aber auch für die „Anhalter“-Bücher). Eigentlich kann man das Buch zu jeder Zeit beiseite legen, der Wunsch zu wissen, wie es denn nun weitergeht, entsteht nur sehr begrenzt. Dieser Eindruck wird durch das Ende des Buches noch verstärkt, denn nach der letzten Seite beschleicht den Leser der Verdacht, eigentlich sei die Geschichte noch nicht abgeschlossen. Viele der Handlungsstränge bleiben offen, so daß man sich schnell fragt, ob das jetzt wirklich alles gewesen sei. Nach Angaben des Autors ist auch keine Fortsetzung geplant, so daß der Leser das Buch ziemlich unbefriedigt in das Regal stellt.

Dieser recht abrupte Schluß ist auch deswegen so ärgerlich, weil man viele der Personen im Verlaufe des Buches liebgewonnen hat und wissen möchte, wie ihr weiteres Schicksal denn aussieht. Hier hat Ruff, wie auch schon in „Ich und die anderen“ ganze Arbeit geleistet. Zwar sind die Figuren auf keinen Fall mit Andy Gage und seiner Umgebung zu vergleichen, doch sind sie zumindest ebenso schön ausgearbeitet. Aber natürlich hat Ruff sie entsprechend seinem Roman entwickelt, sie sind daher in vielem genauso schräg wie die Geschehnisse um sie herum (erwähnt sei hier nur Kite Edmonds, die 181jährige Veteranin aus dem amerikanischen Bürgerkrieg). Wirklich realistisch kann man das zwar nicht nennen, für dieses Buch ist das aber auch nicht erforderlich. Denn in jede dieser Figuren kann sich der Leser dank Ruffs Erzählkunst überaus gut hineinversetzen und, so verquer sie auch sein mögen, ihre Gedanken nachvollziehen.

Gerade auch Ruffs wunderbare Sprache ist es, die wieder den besonderen Reiz des Buches ausmacht. Präzise und voller Humor, dann wieder emotional und anrührend gelingt es ihm für jede Szene den richtigen Ton zu treffen, selbst dann wenn der Leser zum Schluß des Buches endlich einmal einen Einblick in den Himmel bekommt. Die Beschreibungen schaffen tatsächlich eine Vorstellung eines zukünftigen New York und lassen den Leser wie in einem Drogenrausch zurück. Denn letztlich ist hier alles irgendwie BUNT (ein Blick auf das Cover der deutschen Taschenbuchausgabe verdeutlicht was ich meine).


Fazit:
Schräg und angedreht, voller Humor und doch auch stellenweise wirklich anrührend ist dieses Buch eine absolute Empfehlung für alle Fans von Douglas Adams. Der Roman hat allerdings deutlich mehr Tiefgang als Adams Bücher und ist wesentlich mehr als eine reine Satire. Wer gerne nachdenkt und dabei mal lachen möchte, ist mit G.A.S. gut beraten. Nur spannend ist das Buch leider nicht.

8/10
CollinMcPear
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Beitrag von CollinMcPear »

Ich wills trotzdem lesen.....

.....sobald ich mit meinem scheiß London-Buch fertig bin :motz:
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nemesis

Beitrag von nemesis »

CollinMcPear hat geschrieben:.....sobald ich mit meinem scheiß London-Buch fertig bin :motz:
Gerne. Auf welcher Seite bist du denn jetzt?
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Beitrag von Bulletrider »

Oh, G.A.S. ! Das Buch ist echt mal klasse. So abgefahren und super geschrieben! Auch Matt Ruff´s "Fool On The Hill" solltet ihr euch mal antun. Vielleicht packe ich mal nachher ein paar Infos hierhin...
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Beitrag von Rider »

@Bulletrider
Habe bald das zweite Buch von Richard Morgan durch (Gefallene Engel)
Werde dann auch das dritte lesen. Kennst Du ähnliche Bücher, die man danach lesen könnte? Diese Serie ist einfach nur genial!!
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Beitrag von Bulletrider »

@Rider:
Leider ist Morgan der einzige mir bekannte SF Autor, der so hart/heftig/direkt schreibt. Ich habe im Anschluss (als ich dann erstmal aufm SF Trip war) folgende Bücher gelesen. Wirklich guter Science Fiction Stoff, aber mit Morgan nicht wirklich vergleichbar:

DIAMOND AGE - DIE GRENZWELT, Neal Stephenson (Top!!!) :
Bruder Grimm im Videoland. Neal Stephenson ist cool, intelligent, gebildet, und seine Romane vermitteln das Gefühl erstaunlicher Geschwindigkeit. Das alles hat er in Diamond Age in einen Topf geworfen und herausgekommen ist weitaus mehr als ein neues Buch des "Quentin Tarantino des Cyberpunk", als den ihn die New Yorker Village Voice bezeichnet hat.
SNOW CRASH, Neal Stephenson:
Wer für Cosa Nostra Pizzas arbeitet, bringt die Lieferung in genau dreissig Minuten. Sonst ist der tot. Genau der richtige Job für Danger Freaks. Wie Hiro Protagonist, der im richtigen Leben Auslieferator ist, im Computer-Metaversum jedoch zum weltbesten Schwertkämpfer wird. Und jetzt ist er auch noch auf einer Killermission - gegen Metacops, Daemonen, Hacker, Biker und Vollstrecker, gegen die ganze verdammte Welt
ARMOR, John Steakley (gibts nur auf englisch), extrem actionlastig (a la Starship Troopers) am Anfang, metaphorisch/philosoph. zum Ende hin

Sehr gut auch die HYPERION / ENDYMION Bücher von Dan Simmons - der schreibt wirklich brilliant! Aber "Vorsicht" - das sind dicke Schinken :-)
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Beitrag von Rider »

Danke! Momentan stehe ich buchtechnisch echt auf SF :-)
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Beitrag von Bulletrider »

Niemalsland, Neil Gaiman

Bin mir gerade nicht sicher, ob ich die nicht schon mal empfohlen hatte, aber egal... schadet nicht :-)

Richard Mayhew führt ein Leben, wie aus einem Quelle-Bestellkatalog. Er ist Büromann in einer angesehenen Wehrtpapierfirma im Zentrum Londons, führt eine mehr oder weniger herzliche Beziehung zu einer Angestellten eines erfolgreichen londoner Unternehmers und genießt die sonntäglichen Fußballspiele vor dem Fernseher in seiner 2-Zimmer-Wohnung in einem Randgebiet der Londoner City.
Doch das ändert sich schlagartig als er eines Abends ein verwundetes Mädchen von der Straße aufliest und in seine Wohnung bringt. Das Mädchen Door ist in Wirklichkeit eine 400 Jahre alte Gräfin, die von zwei teuflischen Meuchelmördern verfolgt wird. Nachdem er ihr geholfen hat, stellt er fest, dass sein altes Leben nicht mehr existiert. Menschen sehen ihn nicht mehr, Kreditautomaten erkennen seine Karte nicht mehr, als er jemanden anspricht, stellt er fest, dass er praktisch sofort wieder vergessen wird und er muss hilflos zusehen, wie seine eigene Wohnung an ein fremdes Ehepaar verkauft wird, während er in der Badewanne sitzt.
Er macht sich ratlos auf die Suche nach dem Mädchen Door, die ihm das alles eingebrockt hat und taucht damit ein in die Welt von Unter-London. Eine Welt von Feenmärkten, ganzen Königreichen in alten U-Bahnzügen, sogenannten Rattensprecher, Ungeheuern, Engeln und noch unwirklicheren Wesen. Auf dem Weg zurück in sein altes Leben muss er wieder dem Mädchen Door helfen und erlebt unzählige Abenteuer, während derer er sich den Respekt seiner Gefährten verdient.
(Quelle: Amazonquote zum Inhalt)

Einfach klasse geschrieben, perfektes Setting (Londons Parallelwelt), sarkastisch, witzig, fies, spannend, mystisch, bizzar.... Es macht einfach Spaß, dieses Buch zu verschlingen. Danach amliebsten direkt nach London und die beschriebenen Orte abklappern, um nach den Eingang nach "London Below" zu suchen...

8/10

AMERICAN GODS, Neil Gaiman

Klappentext
Shadow (ok, der Name ist Mist, aber man stört sich recht schnell nicht mehr dran...)steht vor der Entlassung aus dem Gefängnis. Draußen wartet seine geliebte Frau Laura auf ihn, sein Freund Robbie hat ihm einen Job verschafft. Die Zukunft scheint vielversprechend – bis Shadow erfährt, dass Laura und Robbie gemeinsam bei einem Autounfall umgekommen sind. Plötzlich steht er vor dem Nichts. Und als ihn der geheimnisvolle Mr. Wednesday als Fahrer und Assistent anheuern will, kann er nicht ablehnen. Bald entdeckt Shadow, dass er sich in die Dienste eines Gottes begeben hat, des Allvaters Odin, der wie so viele europäische, asiatische und afrikanische Götter und Mythen mit den Einwanderern nach Amerika kam. Odin alias Mr. Wednesday braucht Shadows Hilfe, denn die alten Götter drohen ihre Macht zu verlieren gegen die Götter der Moderne, gegen Geld, Konsum und Fernsehen.

Eigentlich darf ich gar nicht viel mehr schreiben. Diese Art von mystischem, komischen und spannendem Roadmovie ist einfach genial. Man wird jedesmal von neuen, skurrilen Personen (Anubis und zwei seiner ägyptischen Götter, die als Bestatter arbeiten. Ein versoffener, irischer Leprechaun-Rocker) überrascht. Lesen! Super! :wink:

8/10
nemesis

Beitrag von nemesis »

Stanislaw Lem – Sterntagebücher
Suhrkamp, 1971 (erweitert um zwei Texte von 1978 und 1983)
ISBN 3-518-45534-6

Taschenbuch, 525 Seiten

Die Bücher von Stanislaw Lem werden ja gemeinhin in den Science-Fiction-Bereich eingeordnet, obwohl sie zumindest zu einem guten Teil nur wenig mit dem Genre zu tun haben. Und so ist auch dieses Buch eigentlich nicht in diese Abteilung einzuordnen...

Ijon Tichy ist ein Weltraumreisender aus einem späteren Jahrhundert. Er schildert im vorliegenden Buch verschiedene Reisen oder auch einfach Erlebnisse aus seiner Vergangenheit. Dabei erschafft er das Universum (und ist damit auch für all dessen Fehler verantwortlich), reist in die Zukunft um die Vergangenheit zu verbessern, begegnet sich selbst in verschiedenen Zeitschleifen, lebt in einer Robotergesellschaft oder trifft merkwürdige Erfinder für Roboter und Künstliche Intelligenz. Schließlich bereist er noch einen Planeten, auf dem die Bewohner die Kunst entwickelt haben, sie äußerlich vollständig den eigenen Wünschen anpassen zu können und erlebt den Untergang der Welt.


Wie man anhand dieser längst nicht erschöpfenden Aufzählung ersehen kann, handelt es sich bei den Sterntagebüchern nicht um einen abgeschlossenen Roman, sondern um eine Sammlung von teilweise aufeinander bezogenen Kurzgeschichten. Inhaltlich wird dabei ein breites Spektrum aufgefahren, das von absurdem Humor über Satire bis zu sehr ernsten philosophischen Essays reicht. In all diesen Gebieten ist der Autor bewandert, und doch sind die Texte von stark schwankender Qualität. Die stärksten Texte sind die späteren „Erinnerungen“, auch einige der „Reisen“ (die Robotergesellschaft bspw.) sind von einem sehr feinen und intelligenten Humor geprägt. Spannend ist das zwar alles nur bedingt, doch erzeugen die Texte eine Lust zum Weiterlesen, sei es auch nur, um zu sehen, worauf Lem eigentlich hinaus will. Die dann angesprochenen (irdischen) Probleme oder Fragestellungen werden immer auf ferne Planeten transportiert und dort natürlich völlig überzogen dargestellt; doch erkennt der Leser schnell, was gemeint ist. Dies sind die interessantesten Texte des Buches. Angesprochen wird bspw. Konformität in totalitären Systemen, das Selbstbild des Menschen, der Irrglaube an die Allmacht der Technik oder die uneingeschränkte Wissensvermehrung der menschlichen Welt. Geschickt mit der Sprache spielend und überaus pointiert und treffend formulierend zeigt Lem hier Irrwege auf und karikiert das menschliche Verhalten oder Denken. Seine Figur Tichy ist dabei teilweise der kopfschüttelnde Beobachter, teilweise auch selbst handelnde Figur, die später erst merkt, warum sie scheitern muß.

Andere Geschichten sind deutlich weniger gelungen, was zumeist an der Art liegt, wie Lem sein Thema behandelt. Dabei handelt es sich um die Bereiche der Kapitalismuskritik, und der Religionskritik, in denen eindeutig noch die kommunistische Ideologie durchschimmert. Überaus plump und ungeschickt teilt Lem hier dem Leser seine Ansichten mit, macht sich auf schon beinahe dümmliche Art und Weise über religiöse Fragen lustig, ohne sich dabei aber im Kern mit diesen auseinanderzusetzen. Was bleibt sind oberflächliche, platte Witze, die im Kontext des Buches überaus unangenehm auffallen und den positiven Gesamteindruck deutlich beschädigen. Stellenweise stört auch der manchmal zu alberne Humor, der eine eigentlich gute Pointe ins allzu Lächerliche zieht. Das betrifft vor allem die früheren Reisen, insbesondere die 18. Reise, die stark zwischen albern und brilliant schwankt, weil Lem es einfach mit den Scherzen übertreibt. Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen.

Insgesamt ist dem Buch vor allem vorzuhalten, daß ihm jede Emotion fehlt. Zwar karikiert der Autor an vielen Stellen liebevoll menschliche Verhaltensweisen, doch anrührend oder auch nur emotional bewegend ist hier eigentlich gar nichts. Und so kommt auch eigentlich zu keiner Zeit eine stimmige Atmosphäre, das Bild auch nur irgendeiner Zukunft, auf. Vielmehr handelt es sich hier wirklich nur um philosophische Essays, die sich der Mittel der Science-Fiction bedienen, um ihren Standpunkt oder ihre Aussage zu verdeutlichen. Dies schaffen sie aber sehr gut, an vielen Stellen legt der Leser das Buch beiseite, um über das gerade Gelesene nachzudenken. Umso mehr stört es dann, wenn sich an einer recht prominenten Stelle plötzlich ein logischer Bruch eingeschlichen hat. Einerseits erklärt Tichy, wieso mittels eine Zeitmaschine niemand in die Zukunft reisen kann (und erlebt das auch persönlich mit), andererseits erzählt Tichy aber von seinen eigenen Reisen in die Zukunft! Das paßt einfach nicht zusammen und stört enorm.

Hinsichtlich der Ausstattung ist darauf hinzuweisen, daß diese Ausgabe neben den originalen Texten noch einige weitere Kurzgeschichten um Ijon Tichy enthält, die das Buch sehr schön abrunden. Sehr erfreulich sind auch die beigefügten Zeichnungen von Lem, die manch merkwürdiges Wesen näher darstellen.

Fazit:
Ein Buch, das den Leser mit gemischten Gefühlen zurück läßt. Hoch intelligent und humorvoll auf der einen Seite, mit brillanten philosophischen Ideen und Einfällen gespickt, auf der anderen Seite plötzlich plump und derb und extrem ideologisch eingefärbt. Unabhängig von diesen Punkten aber ein Buch, das zum Nachdenken zwingt, allerdings sehr anstrengend zu lesen.

7/10
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Beitrag von Bulletrider »

Hmm, klingt ganz interessant. Auch wenns vielleicht schwer zu lesen ist - hab ja Zeit im Zug (Danke an die Deutsche Bahn an dieser Stelle :evil: ).

Achja, Nemesis - hab ja hier auch schon Gaiman Bücher empfohlen :-)
nemesis

Beitrag von nemesis »

Beim Posten eben auch schon gesehen. Klingen beide sehr interessant. Welches würdest du zum Einstieg eher empfehlen?
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Beitrag von Bulletrider »

Hmm, beide sehr gut. Von der Thematik her aber sehr unterschiedlich. American Gods ist auf jeden fall "größer dimensioniert" / epischer (geht halt um Götter... :wink: ) und Niemalsland ist etwas düsterer, verschrobener. Ich glaube, Niemalsland ist ne gute Wahl...
nemesis

Beitrag von nemesis »

Gut, dann fange ich damit mal an. :D
nemesis

Beitrag von nemesis »

Neil Gaiman – American gods
Heyne, 2001
ISBN 3-453-40037-2

Taschenbuch, 624 Seiten

Lob im „Spiegel“, gute Kritiken vielerorts und Empfehlungen von Bekannten – was ist dran an den Büchern des englischen Autors Neil Gaiman?

Shadow ist gerade aus dem Gefängnis entlassen worden, als er erfährt, daß seine Frau und sein bester Freund und Arbeitgeber gestorben sind. Scheinbar ohne Zukunft nimmt er also das Angebot des etwas merkwürdigen alten Mannes namens Mr. Wednesday an, für ihn zu arbeiten. Wie sich bald herausstellt, ist Wednesday ein Gott, Odin. Im modernen Amerika geht es den aus den Heimatländern der Einwanderer mitgebrachten Göttern nicht gut, kaum noch jemand glaubt an sie, die meisten Leben arm und vergessen vor sich hin. Stark sind dagegen die neuen Gottheiten, die Technik, die Medien und ähnliches. Wednesday hat nun vor, die alten Götter in einen Krieg gegen die neuen Götter zu führen. Nicht alle spielen dabei aber mit offenen Karten. Und wieso taucht plötzlich Shadows tote Frau als lebende Leiche auf? Wer ist der dubiose Mr. World, der Anführer der neuen Götter? Und was hat es mit geheimnisvollen Bison-Mann auf sich?


Eine wirklich überaus gelungene Idee hat sich Neil Gaiman da für diesen Roman ausgesucht. Die Götter, die sich gegen das Vergessen und ihre Nachfolger wehren, sind ein gutes Bild für den allgemeinen Zustand des momentanen Geisteszustandes in der Welt. Religion als ein hübsches Produkt, das aber mehr und mehr in Vergessenheit gerät, während alle um das jeweils gerade aktuelle goldenen Kalb tanzen, mag es nun Biotechnologie, Internet oder wie auch immer heißen. Gleichzeitig ist die hier verbildlichte Situation auch auf viele andere westliche Ländern übertragbar, so daß der Roman nicht unbedingt nur ein Bild Amerikas zeigt.

Ruhig fließt die Handlung dahin, erinnert sie doch stark an ein amerikanisches Road-Movie. Immer wieder berühren Nebenstränge die eigentliche Erzählung, winden sich kurz darum, um dann scheinbar wieder zu verschwinden. Der Autor begeht aber zum Schluß des Buches hin den Fehler, alle diese Stränge plötzlich abschließen und in die Haupthandlung einbinden zu wollen. Das wirkt in den meisten Fällen arg gekünstelt und erzwungen, schadet auch dem Gefühl des Buches. Besser und passender wäre es gewesen, diese Geschichten einfach offen zu lassen, eben als ein Bild am Straßenrand, das man sieht, das aber nicht wiederkehrt. Der Spannungsbogen des Buches ist aber insgesamt gut gelungen, es fesselt bis zum Schluß, auch wenn dieser doch recht vorhersehbar ausfällt. Natürlich darf der kleine Dreh in eine scheinbar unerwartete Richtung nicht fehlen, aus dem bisherigen Geschehen ist dieser aber eben nicht mehr unerwartet. Der Autor begeht insoweit aber zum Glück nicht den Fehler, in gängige Fantasy-Klischees abzurutschen und eine titanische Endschlacht zu inszenieren. Wenn es zur finalen Konfrontation kommt, fällt sie ganz anders aus, als erwartet. Es sei jedoch nicht verschwiegen, daß es in der Geschichte einige logische Widersprüche gibt. Nun handelt es sich um einen Fantasy-Roman, der sich natürlich nur an seine eigene Logik halten muß, auch unter diesem Gesichtspunkt gibt es aber deutliche Brüche in dem Buch. Den auffälligsten Bruch erwähne ich hier nicht, da ansonsten der Spannungsbogen zerstört würde. Die bereits erwähnte Botschaft des Romans (und Gaimans „Lösungsvorschlag“) wird leider etwas zu plakativ dargestellt (da winkt der Autor schon mit einem ganzen Gartenzaun), das hätte man vielleicht doch etwas geschickter verpacken können.

Sprachlich ist das Buch dabei eher durchwachsen. Sehr gut und schön erzeugt Gaiman die bereits erwähnte Atmosphäre eines Road-Movie. Die Sprache ist teilweise sehr derb, im Kontext des Romans wirkt das zwar etwas übertrieben aber nicht wirklich störend. Die sehr lakonische und ruhige Schilderung des Geschehens fügt sich gut ins Bild ein und ist ein angenehmer Kontrast zu dem üblichen „Geschrei“ normaler Fantasy. Ein gewisses mystisches Element ist zwar vorhanden, nimmt aber in diesem Roman zunächst keineswegs überhand. Betrüblicherweise wird diese sehr gelungene Atmosphäre auf den letzten ca. 150 Seiten des Buches dann beiseite gefegt, um dann doch das Fantasy-Element stärker einfließen zu lassen. Vom gelassenen Erzählfluß bleibt wenig, mit Gewalt werden plötzlich viele neue Elemente in die Handlung eingeführt und das entspannte, lässige Gefühl verschwindet, um plötzlich einer Art Thriller Platz zu machen. Dieser Bruch ist, gerade wegen der vorausgegangenen drei Viertel des Buches umso bedauerlicher. Zwar schwenkt der Roman später wieder in altes Fahrwasser ein, die Atmosphäre aber ist dahin. Den Epilog schließlich hätte Gaiman sich besser gespart, er fügt der Handlung nichts neues hinzu und wirkt mit seinem Münzentrick-Ende reichlich lächerlich. Erwähnt werden sollte noch die humoristische Seite des Romans. Diese zeigt sich nicht in großen Lachern, sondern eher in den trockenen Beschreibungen des Geschehens und manchmal auch in dessen Absurdität. Weniger gelungen sind dagegen die direkten Witze, diese sind etwas zu plump, um als gelungen bezeichnet zu werden. Ein heftiger, aber nicht dem Autor anzulastender Kritikpunkt ist schließlich die schaurige Übersetzung ins Deutsche. Stellenweise erinnert der Texte an schlechte Internet-Übersetzer, der Satzbau wirkt wie Wort für Wort einfach aus dem Englischen übertragen.

Die Figuren des Buches sind allesamt relativ eindimensional geraten. Nun könnte man den Standpunkt vertreten, bei Göttern läge es in deren Natur, nur bestimmte Wesenszüge aufzuweisen. Den Figuren gehen aber teilweise sogar diese ab. So sind bspw. Thoth, Anansi, Bastet und Tschernibog einfach nur Personen ohne jedes Leben. Odin/Wednesday ist da zwar etwas besser entwickelt, auch er verliert sich aber schnell in Belanglosigkeit. Nur etwas besser sind die menschlichen Figuren entworfen, von echten Gefühlen ist in diesem Buch wenig zu spüren. Wenn Laura ihren Mann Shadow (der wirkliche Sinn dieses reichlich albernen Namens wird leider nicht völlig aufgeklärt) als „nicht lebendig“ bezeichnet, so liegt sie damit leider völlig richtig. Einige Passagen des Buches sind in dieser Hinsicht etwas besser geschrieben, sie sind aber in der Minderheit. Für diese recht trockene und leidenschaftslose Beschreibung der Charaktere und ihrer Gefühle spricht allerdings die gesamte Atmosphäre des Romans, völlig unpassend ist sie also nicht. Dennoch hat der Leser immer wieder das Gefühl, in dem Buch fehle einfach etwas. Zu kritisieren ist schließlich noch die Neigung des Buches, relativ gedankenlos mit seinen Figuren umzugehen. Diese werden teilweise sehr aufwendig eingeführt, nur um dann später wieder entfernt zu werden, ohne die Handlung voranzubringen ( Dies gilt insbesondere für Bilquis und auch Bastet ).

Fazit:
Um die eingangs gestellte Frage zu beantworten: nicht herausragend, vor allem durch die sehr platten Figuren und den Bruch gegen Ende des Romans, ist dies doch ein Buch, das Spaß macht und sich sehr angenehm und flüssig lesen läßt. Seine Botschaft hätte Gaiman aber doch etwas geschickter darstellen können. In Stephen Kings Dimensionen (so der Klappentext) dringt er auf jeden Fall nicht vor. Das ist für ihn auch besser so...

6/10
nemesis

Beitrag von nemesis »

Eigentlich gehört dieses Buch in eine Kategorie "Sagen", aber das wird hier sonst unübersichtlich, also poste ich es hier...

Sir Thomas Malory – König Artus
Insel-Verlag, Originaltext von 1485, diese Ausgabe von 2006
ISBN 3-458-34909-X

Broschiert, 1103 Seiten

Die Sagen um König Artus gehören sicherlich zu den berühmtesten der Welt, sie sind viele Male verfilmt worden und bilden den historischen Hintergrund für zahllose andere Romane oder auch Spiele. Dieses Buch stellt nun mehr oder weniger die Basis all dieser späteren Werke (bspw. Marion Zimmer Bradleys „Die Nebel von Avalon“)dar...

Der Inhalt der großen „Artus“-Erzählungen ist sicherlich beinahe jedem bekannt, im vorliegenden Band finden sich schon beinahe alle wichtigen Abschnitte versammelt. Sie beginnen mit der Zeugung von Artus durch Uther Pendragon. Es folgen das Schwert im Stein, Artus Krönung und seine Kriege gegen die anderen Könige Englands, der Kampf gegen den römischen Kaiser Lucius, und seine Hochzeit mit Ginevra. Dann folgen lange Kapitel über Sir Gareth, die Abenteuer von Sir Tristan und seine Liebe zu Isolde und viele Erzählungen über Sir Lanzelot. Natürlich fehlt auch die Suche nach dem Heiligen Gral nicht, die hier aber deutlich anders als im „Parzival“ abläuft. Schließlich kommt es wegen Ginevra zum Bruch zwischen Lanzelot und Artus, der zum Krieg führt. Mordred nutzt dies aus, um die Macht an sich zu reißen. In der finalen Schlacht fallen sowohl Mordred als auch Artus. In einem sehr ausführlichen Nachwort wird dann noch auf die Entstehungsgeschichte der Artussage und ihre Entwicklung eingegangen.


Wie bewertet man nun ein über 500 Jahre altes Werk? Legt man moderne Maßstäbe an den Text an, fällt vieles auf, was man kritisieren könnte. Doch würde man auf diese Art dem Text sicherlich nicht gerecht werden, eben weil er aus einer völlig anderen Zeit stammt. Das beginnt schon bei der Sprache des Textes. Sie ist natürlich altertümlich und wirkt an vielen Stellen etwas umständlich. Ebenso finden sich sehr viele gleichartige Formulierungen, insbesondere bei den Beschreibungen der Turniere oder der Duelle. Und auch die Beschreibungen der Umgebung und der Personen sind blaß und scheinbar wenig aussagekräftig. Läßt man sich aber erst einmal auf diese Sprache und ihre Eigenheiten ein, entwickelt sie plötzlich einen enormen Sog und läßt den Leser kaum los. Auf einmal stören auch die umständlichen und langen Beschreibungen eigentlich kurzer Geschehnisse nicht mehr, vielmehr wird der Leser gerade durch sie, in die (natürlich nur erfundene und idealisierte) mittelalterliche Welt hineingezogen. Das höfische Denken und Fühlen (ausschließlich der Männerwelt, das muß erwähnt werden) wird dem Leser sehr geschickt vermittelt.

Hinsichtlich der Handlung(en) kann man noch wenig sagen, da die Erzählungen natürlich für einen völlig anderen Leserkreis geschrieben wurden. Einen Spannungsbogen im heutigen Sinne wird man in dem Buch vergeblich suchen. Das liegt zum einen am Episodencharakter der einzelnen Geschichten, die letztlich alle für sich stehen und selten einen direkten Zusammenhang zu den anderen Erzählungen aufweisen. Der aufmerksame Leser wird an vielen Punkten auch kleine Widersprüchlichkeiten zu anderen Geschichten entdecken, ebenso viele Auslassungen. Vom Tod einiger der Charaktere erfährt der Leser nur aus Nebensätzen, obwohl die gleiche Figur vorher für viele Seiten alleiniger Protagonist war. Dieses Merkmal des Textes rührt daher, daß Malory ältere Texte zusammengefaßt und vereinheitlicht, sich dabei aber teilweise stark auf seine Vorlagen verlassen hat. Das Fehlen des Spannungsbogens hängt zum anderen aber auch mit der Art der Erzählung selbst zusammen. Diese soll gemäß dem Vorwort erheitern und belehren und den Lesern eine Art Idealbild der Ritterschaft zeigen, die es so nie gegeben hat. Zu der Zeit als Malory seinen Artus schrieb, dachte man allgemein, die Menschheit sei in eine Zeit der Dekadenz zurückgefallen. Der Artus ist also als Leitbild für ein besseres Leben zu verstehen. Das alles soll nun natürlich nicht heißen, daß dieses Buch langweilig wäre. Man muß nur den zeitlichen Anknüpfungspunkt des Textes immer im Hinterkopf behalten. Und so sind auch die dargestellten Figuren zwar recht austauschbar (eine echte Persönlichkeit entwickeln sie bis auf Lanzelot und Gawain nicht), dennoch wachsen sie dem Leser im Lauf des Buches ans Herz. Störend wirkt dabei aber die teilweise erschreckende Inkonsequenz, die diese an den Tag legen. So verbrüdern und hassen sich Sir Tristan und Sir Palamides über ca. 100 Seiten immer wieder aufs Neue, ohne daß sich dies nun wirklich verstehen ließe.

Herauszuheben ist die Ausstattung dieser Ausgabe. Sie enthält die Zeichnungen von Aubrey Beardsley vom Ende des 19. Jahrhunderts. Diese unterstützen den Text auf herausragende Weise und vertiefen dessen Zauber noch einmal. Das abschließende Nachwort beleuchtet auf hervorragende Weise die Entstehung der Artuslegende sowie ihre Fassung durch Malory und bietet eine Fülle an weiterführender Literatur. Der Text selbst ist sehr sorgfältig lektoriert worden, die altertümliche Sprache wurde insgesamt beibehalten und nur behutsam an moderne Gewohnheiten angepaßt. Auslassungen oder Vereinfachungen sind nicht vorgenommen worden. Mithin ist dies eine schlichte Neuausgabe des Originaltextes.

Fazit:
Es wäre vermessen, einen Text dieses Alters nach heutigen Maßstäben bewerten zu wollen. Die Legende von König Artus dürfte wirklich jeder kennen und wer Interesse daran hat, einmal deren Ursprünge oder frühe Formen erleben zu wollen, ohne sich mit den heutigen Auslassungen und Vereinfachungen herumschlagen zu müssen, dem sei diese Ausgabe wärmstens ans Herz gelegt. Man muß sich aber darauf gefaßt machen, einige Zeit mit diesem Text beschäftigt zu sein, denn leicht zu lesen ist er nicht. Die folgende Bewertung bezieht sich daher nicht auf den Text selbst, sondern nur auf die vorliegende Ausgabe. Und diese kann nur als überaus gelungen bezeichnet werden.

10/10
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Beitrag von Rider »

Hmm, finde ich schon spannend... Über 1000 Seiten ist natürlich eine Menge. Ich denke, da muß man beim lesen schon konzentriert sein. Für mich also kein S-Bahn Buch :mrgreen:
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Beitrag von Rider »

Bin noch ein bißchen am abwegen, wegen eines neuen SF-Buch. Hat jemand von euch die Neuromancer-Bücher gelesen? Sind ja eigentlich schon Klassiker. Genauso wie Perry Rhodan. Die Serie hält sich schon seit den 60ern!
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Beitrag von nemesis »

Jupp, die Neuromancer-Bücher sind wirklich gut, spannend und mitreißend geschrieben. Wenn du noch den Sammelband von Heyne bekommst, schlag zu.
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Beitrag von Rider »

Die Trilogie kann man bei Amazon für 10 € bestellen. Hmm, vielleicht wär das was...
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Beitrag von Bulletrider »

Auf jeden Fall wäre das was! Lohnt sich definitiv! Zu Perry R. kann ich nix sagen, habe das immer als Groschenliteraturschund abgetan :wink:
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