Der Tabletop-Rollenspiel-Thread

...was nichts mit Computern oder Konsolen der 80er & 90er zu tun hat oder in die anderen Foren passt ;-)

Moderator: Bulletrider

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nemesis

Der Tabletop-Rollenspiel-Thread

Beitrag von nemesis »

Da ja scheinbar grundlegendes Interesse besteht, machen wir doch mal einen solchen Thread auf.

Vorab vielleicht zunächst die Frage: Wer hat denn Erfahrungen mit Tabletop-RPGs und welche sind das? (Wir hatten früher einen Thread zum "besten" Rollenspiel-System, da ist das auch schon mal diskutiert worden.)

Bei mir war es (wie wohl bei vielen) Dungeons & Dragons, mit dem mein Weg in die Rollenspielwelt begann. Zunächst hatte ich in der Powerplay und der ASM die Berichte über CRPGs verschlungen und das Genre am Computer für mich entdeckt. Über die Powerplay bin ich auch auf die "Dragonlance"-Bücher gekommen, die in meinem Freundeskreis intensiv gelesen wurden. Und dann haben wir uns spontan das Spieler-Handbuch und Spielleiter-Handbuch für Advanced Dungeons & Dragons 2nd Edition gekauft und mit einem Abenteuer für die "Dragonlance"-Spielwelt begonnen. Die Party bestand aus einem Paladin, einem Kleriker und einem Magier, letzterer war leider in übler Powergamer und Min-Maxer, dem es nur ums Gewinnen ging. Ich selbst war damals der Spielleiter und habe bis auf kurze Unterbrechungen eigentlich immer diese Funktion übernommen - die Spieler waren eigentlich alle immer der Meinung, dass ich das ziemlich gut kann. Besonders gut lief das Spiel mit dieser Party und diesem System damals aber nicht, vor allem mit den Kämpfen hatte ich bei AD&D ziemliche Probleme - sie waren einfach zu lang und zu aufwendig. Ein Kampf gegen fünf Gegner konnte dort locker zwei Stunden dauern. Das System war mir insgesamt eigentlich immer zu sperrig und zu würfelintensiv - bis heute schätze ich eher Systeme, die weniger Regeln verwenden. Das führte dazu, dass ich versucht habe, Kämpfe bei AD&D weitgehend zu vermeiden, was meine Spieler allerdings nicht gut fanden, sind Kämpfe doch bei diesem System der wichtigste Weg, um an Erfahrungspunkte zu kommen. Mir ging es eher um die Geschichte. Die erste Gruppe wurde etwas später um einen weiteren Freund erweitert - der einzige der auch heute noch in meiner Gruppe spielt (seit 21 Jahren!) - löste sich dann aber recht schnell auf.

Mit einer anderen Gruppe versuchten wir es dann noch einmal (mit sechs Spielern), was auch ein paar Jahre funktionierte. Das AD&D-System gefiel mir aber immer weniger. Die Spielwelten waren überaus gelungen (besonders "Ravenloft" und "Planescape"), das System aber viel zu unhandlich. Wir sind dann auf Vampire: The Masquerade gestoßen und haben das versucht zu spielen. Das System und die Spielwelt sind bis heute meine LIeblings-RPGs, die damalige Gruppe kam damit aber nicht gut klar: es artete zu oft in "Vampir-Superhelden", was nach dem System (2nd und auch Revised Edition) nicht gewollt ist. Danach haben wir es mit "Call of Cthulhu" versucht, bei dem aber die Party zu oft gestorben ist. Damit war dann zunächst einmal das Thema Rollenspiel beendet.

Vor einigen Jahren haben wir es dann mit wieder einer neuen Gruppe erneut aufgegriffen, in der ich Spieler war. Wir haben einige Zeit MERS (Mittelerde Rollenspiel) gespielt, das System hat mir aber überhaupt nicht gefallen, da es auf extrem viele Tabellen, Würfe und Modifikatoren setzt. Das Spiel ist gestoppt worden und wir haben erneut Vampire: The Masquerade getestet. Diese Gruppe war für das Thema und die Stimmung des Spiels sehr empfänglich, wir haben regelmäßig (einmal die Woche) gespielt, bis berufbedingte Umzüge die Gruppe zerrissen haben. Seitdem spiele ich eine One-on-One-Chronicle in diesem Setting mit einem Spieler aus der alten Gruppe, mit einer anderen Gruppe wollen wir demnächst Pathfinder testen - das aber zumindest nach dem Regelbuch wieder in Würfelorgien ausarten könnte.

Wie war das bei euch? Was habt ihr gespielt? Warum habt ihr aufgehört?
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Chibby
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Re: Der Tabletop-Rollenspiel-Thread

Beitrag von Chibby »

Hui,
kurze Zwischenfrage: Tabletop = Pen & Paper oder mit Figuren auf nem Brett ??

Ich dachte immer damit wäre Brettspiel gemeint, aber AD&D verwirrt mich jetzt etwas?! :gruebel:
Motu
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Re: Der Tabletop-Rollenspiel-Thread

Beitrag von Motu »

Dann war meins wohl Hero Quest. Aber sonnst keines gespielt warhammer fand ich klasse aber zu teuer.....
Ich hätte neben Chris Hülsbeck sitzen können.......
nemesis

Re: Der Tabletop-Rollenspiel-Thread

Beitrag von nemesis »

@ Chibby:

Tabletop steht für jedes Spiel, das an einem Tisch gespielt wird. Tabletop-RPGs ist nur ein anderer Name für Pen & Paper RPGs.

Hero Quest würde ich nicht als Rollenspiel ansehen, da es eher ein Kampfsimulator ist. Spaß hat es trotzdem gemacht.
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Chibby
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Re: Der Tabletop-Rollenspiel-Thread

Beitrag von Chibby »

Ok, wieder was gelernt.

Zu meinen Erfahrungen....
Bei mir ist die Geschichte relativ schnell abgehandelt. In der 6ten Klasse bin ich durch nen Kollegen auf DSA gestoßen, hatte davon vorher nie gehört, der Schulkollege von damals hatte sogar eigene wirklich gute Abenteuer geschrieben mit super detailierten Karten etc. (der war künstlerisch alles andere als unbegabt).
Fand das damals total faszinierend diese Welt und die ganzen Möglichkeiten die man dabei hatte, die ganzen Hefte mit den coolen Zeichnungen von den Waffen und Rüstungen Karten etc, diese riesigen Abenteuer mit den spannenden bis geheimnisvollen Geschichten etc. , lag wohl auch daran das der Schulkollege damals den Spielleiter sehr gut gemacht hatte und die Welt gut rüberbringen konnte. Da kamen dann immer mehr Leute dazu die das ganze auch eher ernsthafter spielen wollte, aber nach noch nicht mal einem Jahr war die Gruppe total zerstritten. ... Teenies eben... :schmoll: :-)

Hatte danach dann ab und an mit anderen Kollegen im kleineren Kreis gespielt, aber die waren nicht so wirklich zu begeistern so ist das dann irgendwann eingeschlafen. Dürfte mehr als 16 Jahre her sein das ich das letztemal sowas gespielt habe.

Zum Thema zu Aufwendige Regelwerke, wir hatten uns damals mal an Shadow-Run probiert, nachdem aber schon die Charakterentwicklung ewig und 3 Tage gedauert hatte wurde das nie gespielt.

Manchmal würde es mich in den Fingern jucken sowas noch mal zu spielen, aber dann nicht ganz so Nerdig wie manche Hardcore Spieler mit Musik und Mittelalter Slang etc. das wäre glaube ich nicht so wirklich meins. PC Rollenspiele sind meistens sehr gut aber das ist einfach nicht das selbe wie wenn das Abenteuer im Kopf entsteht.
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Wicket
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Re: Der Tabletop-Rollenspiel-Thread

Beitrag von Wicket »

Mein erstes Rollenspielsystem war AD&D. Wir hatten das in einer Jugendgruppe mal angefangen, allerdings gab es zwei Probleme: Die Hälfte der Anwesenden hatt gar keine Lust und unser Spielleiter war ein ziemlicher Idiot den keiner respektierte…

Ich hatte Blut geleckt, da ich mir den eigenartigen Beigeschmack nicht anders erklären konnte musste ein anderes Rollenspielsystem her: Das schwarze Auge.
War eine tolle Zeit! DSA wird ja von einigen D&D-Spielern gerne belächelt. Bulletrider schimpfte die Spielewelt einmal als zu deutsch. Keine Ahnung - mir gefällt sie.
Ich würde gerne wieder DSA spielen. Am besten einen Geweihten. :angel:

Viel später habe ich mit anderen Freunden Werewolf: The Apocalypse. Das war wirklich klasse! Das mag sowohl an dem tollen Regelwerk liegen, als auch an der Tatsache, dass das Spiel bei uns in Bonn, in Straßen die wir alle kannten angesiedelt war und die plötzlich eine ganz neue Bedeutung bekamen, aber am meisten lag es wohl an unserem Spielleiter, der wirklich gute Arbeit geleistet hat. Leider war das Abenteuer recht schnell vorbei.

Aber der harte Kern wollte weiterspielen. Und so wurde einige Zeit später, beziehungsweise vor langer, langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxie weitergespielt. Star Wars ist ja bekanntlich sehr viel komplexer als die 3 Filme vermuten lassen. Unsere Geschichte spielte nach Episode 6 während der Yuzhan Vong Kriege.
Theoretisch ist das Spiel noch am Laufen, aber wir von bis auf den Spielleiter wohnt niemand mehr in Bonn. Vielleicht geht es in den Semesterferien weiter. Mal sehen.

Naja und letztes Jahr war ich mal bei einer sehr chaotischen D&D Runde dabei und habe einen betrunkenen Halb-Ork gemimt und zur Abwechslung mal nur draufgehauen. Das ist (zumindest in Rollenspielen) sonst nicht meine Art. :wink:
Hier wurden alle meine Vorurteile gegenüber D&D bestätigt: Powergaming, Over-theTop-Fantasy und endlose Debatten über Waffen und Rüstungen. Egal, war lustig!
Ich bevorzuge zwar "richtige" Rollenspielrunden, aber wenn die mal ein neues Treffen organisieren, werde ich mit meinen Charakter "Ungeheuer" wieder dabei sein, ein paar Monster aufspießen und jedem auf die Nase hauen, der fragt, wer von meinen Eltern eigentlich der Ork gewesen ist.
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Bulletrider
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Re: Der Tabletop-Rollenspiel-Thread

Beitrag von Bulletrider »

Angefangen hat alles bei mir - so wie auch beim Metal (Eddie) - nur durch ein Bild Bild, welches als Werbeplakat in einem Spielzeugladen hing (ok, die deutsche Variante natürlich). Da war ich so ca. 12/13. Durch einen glücklichen Zufall hing im nah gelegenen Comicladen am Schwarzen Brett eine Verkaufsanzeige, wo jmd genau dieses Basis D&D Set verkaufte und ich habs mir direkt geholt. Anfangs hatte ich allerdings keinen im Freundeskreis, den das so richtig interessierte, aber ein paar Wochen später kam ich mit ein paar Jungs aus der Klasse unter mir (von denen zwei allerdings vorher auch auf meiner Grundschule waren und mit denen ich He Man, Mask etc. gespielt hatte) ins Gespräch und so kam eins zum anderen.

So kam eins zum anderen und das damals aktuellere AD&D 2nd Edition wurde angeschafft, welches wir dann viele Jahre spielten und im Laufe der Jahre so ziemlich jede Welt des AD&D Universums "besuchten", wobei wir uns schon am meisten in den Forgotten Realms aufhielten und später dann Planescape (welches allein schon durch die grafische Gestaltung der Regelwerke der absolute Hammer war!). Im Gegensatz zu Nemesis hab ich allerdings nie die "lange Kämpfe" Erfahrung gemacht, das ging bei uns immer ganz gut. Wir haben uns da aber auch bzgl. der Reichweiten etc. immer gewisser Freiheiten bedient (so nach dem Motto: "Joa, der Feuerball erwischt so ungefähr die drei Gegner da, den vierten und fünften nicht", ohne das alles millimetergenau auszumessen), was das ganze bestimmt beschleunigt hat.

Was mich damals auch so begeistert hat, war die Tatsache, dass im AD&D 2nd Regelwerk magische Gegenstände gelistet waren, die ich aus diversen SSI Rpgs kannte. Kann mich noch erinnern, wie ich meinen Kumpel anrief und ihm davon aufgeregt berichtete, dass im Buch das "+3 Frostbrand" Langschwert aufgeführt wird, das wir erst kürzlich bei "Curse of the Azure Bonds" gefunden hatten. Voll geil, haha :mrgreen:

Ein Freund und ich haben uns in unregelmäßigen Abständen mit dem "meistern" abgewechselt. Immer dann (und das kam halt häufig vor), wenn einer von uns ne Abenteuer-Idee hatte, wurde das dann ausgearbeitet und nach dem Abschluss eines Abenteuers war der andere wieder mit dem meistern dran. Ob wir jetzt Power-Gamer waren bin ich mir nicht so sicher, wenn dann aber alle im gleichen Rahmen und das auch nur bei der Charaktererschaffung. Aber da alle so tickten und gleich viel Wert auf eine ausgefeilte Charaktererstellung gelegt haben, war das alles andere als nachteilig. Wenn der Charakter "stand", was vll. etwas länger dauerte, dann war der aber auch so richtig perfekt, dass jedem sehr viel am Herzen lag, den auch lange zu spielen und die Abenteuer an sich liefen dann gut durch.
Wobei.. Durch so ne Art Jugendtreff hatten wir auch mal einen dabei, der quasi das Paradebeispiel an Punkteschinder und Regelfetischist war. Der war dann auch nicht lange bei uns… :wink:

Das Meistern an sich hat mir auch immer echt viel Spaß gemacht und ich habe viele Kladden vollgeschrieben mit zig Beschreibungen, NPCs, Begegnungen, Karten etc. In unseren Hochphasen haben wir uns auch schonmal an drei, vier Nachmittagen nach den Hausaufgaben getroffen und gespielt. Manchmal auch so Wochenendsessions mit übernachten und zocken bis in die Puppen. Als Spieler habe ich am Anfang oft Priester gespielt, aber mehr so die Kampfpriesterabteilung von nem Kriegsgott oderso. Die Mischung aus Haudrauf und etwas Magie fand ich immer sehr reizvoll. Später gings dann in die Magier-Richtung, aber auch da mit Ausrichtung auf Kampfzauber und viel BummBumm. :mrgreen:

Wir haben auch alle, egal wie gut nun jmd zeichnen/malen konnte, immer einigermaßen ausgefeilte Portraits bzw. Komplettzeichnungen unserer Charaktere gemacht, Oft (zumindest bei zwei Kumpels und mir)sehr detailliert, machte das Ganze irgendwie noch "echter".

Um den Fanatsy Overkill zu "kompensieren" haben wir auch andere Sachen im RPG Bereich gespielt. Da allen voran Shadowrun, welches wir phasenweise immer wieder sehr ausgiebig gespielt haben. Die Charaktererschaffung fand ich da im Gegensatz zu Chibby eigentlich recht einfach. Gut, beim Aufstocken der Cyber-Implantate etc. brauchte man anfangs etwas Zeit, aber sooo übermäßig viel eigentlich auch nicht. Da hab ich seinerzeit einen Hai-Schamanen gespielt, ders ganz schön drauf hatte, haha. Auch wieder viel BummBumm Zauber und recht ordentlich im Draufsemmeln.

Auch Werewolf: The Apocalypse haben wir ne gewisse Zeit lang gespielt, aber im Vergleich zu AD&D und Shadowrun eher nur kurz/wenig. Gleiches gilt für Vampire und Battletech.

Nach dem Abi hatte sich das ne zeitlang etwas verlaufen mit unserer Gruppe, aber irgendwann hatten wir uns dann wieder zusammen gerauft. Passend zum Release von D&D 3.0 (und später 3.5). Da haben wir dann vor ein paar Jahren wieder so richtig losgelegt im total genialen "Iron Kingdoms" Setting. Das hat mächtig Laune gemacht. Habe dafür extra ne eigene Charakterklasse erfunden - den Arcane Saboteur. Quasi eine Art Sprengstoffspezialist, der auf kleinere nicht-ganz-Magie-Zeugs zurückgreifen kann (aber "arcane" klingt halt einfach cool, hehe) und nebenbei im Umgang mit Feuerwaffen geübt ist.

Die Iron Kingdoms Sache fand dann leider vor so drei Jahren oderso ein Ende, da wir uns alle in ganz D-Land verteilt haben und die Entfernungen zu groß wurden als das man da eine Regelmäßigkeit reingekriegt hätte. Sehr schade, denn über Mails etc. quatschen wir immer noch viel über RPG Kram etc. Wir wollten das auch mal online versuchen, aber da ist nie so ganz was bei rumgekommen, zumal da auch das gesellige Element fehlt.

Tja, und hier in Dortmund hab ich mich noch nie so richtig umgeschaut. Im Freundeskreis hier herrscht kein Interesse und einfach so nach Leuten via Aushang gucken wollte ich irgendwie auch nicht. "Rollen" ohne meine alte Gang (Yeah! :D ) scheint mir irgendwie nicht so das Richtige zu sein. Immerhin haben wir fast 20 Jahre zusammen gekämpft. Da kamen und gingen auch mal andere Mitspieler, aber der harte Kern von uns vier Leuten war immer da.

So, das wäre ein ganz grober Kurzabriss meiner RPG Karriere.
Wicket hat geschrieben:Bulletrider schimpfte die Spielewelt einmal als zu deutsch.
Hmm, obs "zu deutsch" war weiß ich gerade nicht mehr. Auf jeden Fall fand ich die Welt (einer unsere damaligen Mitspieler hat uns mal überredet ein paar DSA Abenteuer zu spielen, ganz am Anfang) und alles drumherum immer zu "normal" und farblos. D&D war und ist imo einfach viel abgefahrener (allein was Dimensionen, Monster und Zaubersprüche angeht) und einfach "bunter". So ganz vereinfacht - DSA hat Riesenspinnen, Orks und Trolle - D&D hat Displacer Beasts, Beholder, Astral Dreadnought und überhauüt Tausende von Viechern etc., die ich in der Form sonst nirgends finde. Dieses Bunte macht für ich echt einen Großteil aus (gerade als Meister), bietet die Hintergrundstory von einem Monster manchmal schon das Gerüst für ein Abenteuer. Aber ich bin was DSA und auch MERS angeht irgendwie sturr undfestgefahren - finde die Welt an sich einfach unspannend :wink: Ist bestimmt zum Großteil nur Intoleranz, aber was soll ich machen? :mrgreen:

edit:
Hier der link zur ersten Erwähnung meines Arcane Saboteurs (in engl., weil ich das mal in nem D&D Forum hochgeladen habe).:
http://www.retropoly.de/retroforum/view ... eur#p12186
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Re: Der Tabletop-Rollenspiel-Thread

Beitrag von Chibby »

..... jaja macht nur so weiter mit dem RPG gerede, ich seh mich schon Bullets Aushang nutzen und wie ich anschließend zwischen Nerds in Ritterrüstungen sitze, und Harfe und DSA oder ähnliches spiele :mrgreen:.

PS: Ist schon ü15 16 Jahre her, aber ich weiß noch wage die Charakterentwicklung bei Shadow Run damals... :mrgreen: wir waren irgendwann mit allem Beschäftigt nur nicht mehr mit Shadowrun, sehr zum Leidwesen des stolzen Besitzers, der war da natürlich voll heiß drauf.

PS: Ich kann mich noch an eine Gruppenschlägerei mit der Parallelklasse im Sport erinnern, Auslöser war irgendwas wegen "du kannst keinen Paradepatzer berechnen, kann ich wohl , so , ne so, nein Idiot.... BÄHM!" .... :laughing:
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Re: Der Tabletop-Rollenspiel-Thread

Beitrag von Bulletrider »

Chibby hat geschrieben:..... jaja macht nur so weiter mit dem RPG gerede, ich seh mich schon Bullets Aushang nutzen und wie ich anschließend zwischen Nerds in Ritterrüstungen sitze, und Harfe und DSA oder ähnliches spiele :mrgreen:.
:laughing: bei allem Nerd- und Geektum - wir waren immer coole Nerds und ohne Rüstungen und Harfe :hehe: (und ohne DSA!). Quasi ein Nerd gefangen im Körper eines Ninja-Wikingers :laughing:
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AlexS
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Re: Der Tabletop-Rollenspiel-Thread

Beitrag von AlexS »

Bulletrider hat geschrieben:Quasi ein Nerd gefangen im Körper eines Ninja-Wikingers :laughing:
was ne Beschreibung, geil :megalol:
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Re: Der Tabletop-Rollenspiel-Thread

Beitrag von Wicket »

AlexS hat geschrieben:
Bulletrider hat geschrieben:Quasi ein Nerd gefangen im Körper eines Ninja-Wikingers :laughing:
was ne Beschreibung, geil :megalol:
toll! :D
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Re: Der Tabletop-Rollenspiel-Thread

Beitrag von Motu »

und Nemesis dachte das Thema würde nicht viel interessieren :wink:
Ich hätte neben Chris Hülsbeck sitzen können.......
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Re: Der Tabletop-Rollenspiel-Thread

Beitrag von Bulletrider »

@Nemesis: Pathfinder orintiert sich doch grob an D&D 3.5, oder? Ist zwar schon etwas spielerfreundlich dafür "zusammengekürzt", die Grundlage jedoch bleibt das D&D System, also soweit ich weiß. War da auch schon öfter mal auf der off. Homepgae, da die da oft ganz cooles Artwork haben (v.a. von Wayne Reynolds).

Auch wenns mit "Rollen" momentan halt mau aussieht, schaue ich noch oft auf diversen Seiten nach neuen Sachen und hab mir auch so manches Regelwerk (bspw. die neuen Dark Sun Teile) geholt. Kann da immer sehr gut drin schmökern etc.

Bild
nemesis

Re: Der Tabletop-Rollenspiel-Thread

Beitrag von nemesis »

Ja, nach meinem Wissen stimmt das. Die werben doch sogar damit, dass sie das D&D 3.5 System weitergeführt haben. Ich bin da mal gespannt.

"Dark Sun" haben wir damals auch kurz einmal gespielt (von einer anderen Gruppe ausgeliehen). Die Welt fand ich zwar sehr spannend, aber im Ergebnis stand ich damals vor dem Problem, was man darin für eine Kampagne spielen soll. Irgendwie habe ich da nie brauchbare Ideen für gehabt. Hast du das neue Campaign Setting davon, das für D&D 4 erschienen ist? Ist das brauchbar? Die 4. D&D Edition finden meine Gruppe und ich (die Fantasy-RPG-Gruppe) nämlich nach zwei Playtests absolut grottig.
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Re: Der Tabletop-Rollenspiel-Thread

Beitrag von Bulletrider »

Ja, die hab ich, sowie auch diverse andere D&D4 Sachen/Regelwerke. Allerdings, wie oben geschrieben, (leider) nur zum Schmökern und Bilder gucken und "haben" - ein Praxistest habe ich noch nicht hinter mir, habe aber schon viel negatives drüber gelesen. Aber nur zum drin Lesen ists ok :wink:
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Re: Der Tabletop-Rollenspiel-Thread

Beitrag von Bulletrider »

Ach, Nemesis - was ich noch zu Deinem Ausgangsposting fragen wollte: wie lief bei eurer AD&D Runde denn seinerzeit so'n Kampf ab? Weil Du da halt von zwei Stunden Kampf für 5 Gegner schreibst. Irgendwie raff ich das gar nicht. Bei uns ging das echt immer normal schnell.

so ganz grob zusammengefast:
Initiative würfeln
Bewegung in eine Richtung oder sonst eine Aktion (anfangen zu zaubern etc.pp)
Angriff
nächster...

Das war's eigentlich dann auch schon. Ok, dazu dann noch die Zeit, wo man genauer beschreibt, was man wie macht (wir haben unsere Attacken etc. immer etwas detaillierter beschrieben als nur mit "Ich ha mitm Schwert druff").
nemesis

Re: Der Tabletop-Rollenspiel-Thread

Beitrag von nemesis »

Bei uns sind die Kämpfe damals nicht wesentlich anders abgelaufen, als du es beschrieben hast. Allerdings habe ich dabei immer versucht, die Kämpfe für die Charaktere zu einer gewissen Herausforderung zu machen, die Gegner waren daher immer entweder im Vergleich zu den SC etwa gleich stark oder es waren einfach mehr Monster als die SC. Das zog die Kämpfe, da jeder sehr sorgfältig geplant hat, was er tut, sehr in die Länge. AD&D hat ja immer schon einen Schwerpunkt auf die sehr detaillierte Simulation der Kämpfe gelegt (bedenke, dass es sich aus dem Miniature War-Gaming entwickelt hat) und wenn man die ganzen Regeln tatsächlich auch alle benutzt, führt das zu detaillierten und laaaaaaaaaangen Kämpfen, die für mich immer mehr als lästig waren. Vielleicht liegt mein Problem mit Kämpfen aber auch daran, dass ich generell in Rollenspielen andere Elemente statt Kämpfen viel spannender finde: nämlich das Role-Playing im Gegensatz zum Roll-Playing. Daher kommen mir sowohl das Storytelling- als auch das Storyteller-System von White Wolf und die zugehörigen Szenarien so entgegen. Da haben die Kämpfe einen sehr geringen Stellenwert und werden auch immer recht kurz abgehandelt.

Ein ähnliches Problem hatten wir übrigens auch, als wir vor ein paar Jahren MERS gespielt haben - die Kämpfe waren unglaublich zeitaufwendig.
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Re: Der Tabletop-Rollenspiel-Thread

Beitrag von Bulletrider »

Wir haben da halt auch nicht jede der Regeln immer angewandt, sondern auch bei Kämpfen versucht, den Spielfluß zu "halten". Schon bevor das später beim Eberron Setting eingeführt wurde (in Form von Action Points) , hing das Gelingen einer kampfbedingten Aktion nicht nur vom Würfeln ab, sondern auch davon, wie gut und ausschmückend jmd seinen Zug beschrieben hat. Das macht den Kampf deutlich spannender und "filmmäßiger" als stumpfes "Ich hau drauf - *würfel* - ich treffe - *würfel* und mache 13 Punkte Schadne, nächster ist dran". Klar haben wir dabei auf die grundlegenden Regeln mit Stärke-Boni, Rüstungsklassen etc. zurückgegriffen, aber gerade bei Sachen wie "vorwärts bewegen", "Aktionsradius" etc. waren wir eher so pi-mal-Daumen anstatt allles genau auszumessen. Das haben wir aber bei jedem RPG so gemacht und nicht nur bei AD&D.

So wie ihr/Du auch haben sowohl ich (wenn ich gemeistert habe) als auch der andere Meister immer eher knackige Kämpfe eingebaut, um das nicht zu einem simplen "Ach, ich hau drauf" zu machen. Und natürlich stand bei uns auch immer die Story an sich an erster Stelle. Wenn dann aber gekämpft wurde, war auch das immer höchst unterhaltsam und spannend. Aber ich habe in so ner Art Jugendtreff auch mal kurz bei ner Dragonlance Kampgane mitgespielt, wos wirklich nur son von Kampf zu Kampf Gedöns war. Das war auch echt öööööde.

Imo hat das aber nicht mit dem System an sich, sondern mit dem Meister und letztendlich auch mit der gruppe zu tun.
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Re: Der Tabletop-Rollenspiel-Thread

Beitrag von CrazyIcecap »

Ich hätte eigentlich schon immer Bock auf sowas gehabt, nur leider gab und gibt es in meinem Bekanntenkreis niemanden, der sowas spielt. Schade eigentlich...PC-Rollenspiele sind nicht so mein Ding, die nehmen einem zuviel ab (vor allem Phanntsaie....).
Für mich ist ein Rollenspiel etwas, das man in einer gemütlichen Runde mit guter Musik, Bier und Chips geniessen sollte.
Hat jemand mal nen Tip, wie ich Leute in meiner Gegend finden könnte? Gibt es da Webseiten zum Thema Mitspielersuche?
DrZarkov: Die ersten in Serie produzierten Androiden für den Privatgebrauch werden keine Androiden, sondern Gynoide sein (vermutlich im Aussehen einer asiatischen Teenagerin). Und die geistige Fähigkeit wird aureichen "oh toll, Schatz" (oder auch ああ、本当に素晴らしい、蜂蜜!) zu stöhnen, und sich selbst sauber zu halten....
nemesis

Re: Der Tabletop-Rollenspiel-Thread

Beitrag von nemesis »

Ja, die gibt es, bspw.:

http://www.spielerzentrale.de

Ansonstenn einfach mal Google nach Rollenspiele + Mitspieler suchen. :wink:

Falls sich in deiner Nähe ein Spieleladen befindet, kann man da auch Aushänge machen.
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