Für alle Gitarren-Freaks

Musik, Musik, Musik (Keine Computerspielemucke!)

Moderator: Bulletrider

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PsychoT
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Für alle Gitarren-Freaks

Beitrag von PsychoT »

Wer schon immer mal Gitarrenmusik machen wollte, aber gerade keine Band am Start hat oder nicht einmal Gitarre spielen kann, sollte mal einen Blick darauf werfen. Alles, was man sich vorstellen kann, von Akkustik bis zum übelsten Doom-Geschranze, lässt sich damit als Ein-Mann-Armee produzieren. Auf was man nicht so alles stößt, wenn man nur nach ein paar E-Gitarren-Samples sucht... Shreddage 3 scheint das perfekte Instrument dafür zu sein. Mein Favorit ist Stratus gefolgt von Jupiter und Rogue. Hört mal, was man damit so alles machen kann:






Wäre doch was für Kopremesis, oder?


Und so funktioniert's:

Hier ist's in FL Studio zu sehen, funktioniert aber auch mit jedem anderen Programm.
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Bulletrider
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Re: Für alle Gitarren-Freaks

Beitrag von Bulletrider »

Puh, das finde ich ja schon alles ziemlich geil und interessant. Eigentlich würde ich mich auch gerne mal mehr mit sowas beschäftigen, also mit über Tools herzustellende Musik. Prinzipiell schon seit ich das erste mal vor Jahren Garage Band auf dem Rechner vorinstalliert hatte. Jetzt gar nicht mal Gitarrenmusik, aber ich schleppe schon seit zig Jahren den Gedanken mit mir rum, auch mal sowas wie Fantasy Bombast und Co selber zu machen. Letztendlich hat mich aber immer abgeschreckt, dass solche Tools für einen Neuling sicherlich in ihrer Komplexität erschlagend wirken. Zumindest stelle ich mir das so vor, da ich noch nie wirklich Berührungspunkte mit solchen Tools hatte. Klar kann man sich da mit Tutorials reinfuchsen etc, aber ich habe irgendwie bislang nie das dafür ausreichende Zeitfenster gefunden. Vielleicht versuche ich mich im nä. längeren Urlaub aber mal tatsächlich an sowas und schnuppere mal rein. Ob jetzt in das gepostete Tool oder Garage Band oder xyz, egal, nur mal etwas in die Materie als solche eintauchen.
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PsychoT
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Re: Für alle Gitarren-Freaks

Beitrag von PsychoT »

Es ist natürlich so, dass man am Anfang gar keine Ahnung von irgendwas hat, man nicht weiß wo man anfangen muss und einen alles erschlägt. Ja, es ist komplex. Man kann es nur schaffen wenn man sich erst auf die absoluten Basics konzentriert, also wie wird überhaupt komponiert, wie wird ein Ton gesetzt, wie wird ein Beat gemacht, was ist ein Sample, was ist ein Instrument, wie setze ich das alles ein. Wenn man das drauf hat kann man den nächsten Schritt gehen, der dann kompositorische Details (Portamento u.ä., Chords, Pattern Effects, ADSR, Automation und so weiter) und Effekte (Reverb, Delay, diverse Filter und so weiter) beinhaltet. Und wenn man das dann auch einigermaßen kann, kommt Schritt 3, der Mix bzw. das Mastering. Durch das Mastering bekommt der Sound erst den gewissen Kick. Ohne Mastering wirkt's unausgewogen (und relativ dünn) und klingt nur da so wie gewollt (jedenfalls im normalen Lautstärkebereich), wo man das Ganze zusammengezimmert hat. Erst nach dem Mastering knallt's und klingt überall relativ gut (vergleiche dazu auch meine gemasterten Tracks ab 2013 und meine ungemasterten bis 2011). Und wenn man das dann alles kann, kann man noch einen zusätzlichen Schritt machen, was ich sehr empfehlen würde, und zwar das Einbinden anderer Programme in das eigene Programm, in dem Fall die Verwendung von Instrumenten- und/oder Effekt-Plugins und/oder das Verbinden diverser Standalone-Programme. Das erweitert die Möglichkeiten nochmal gewaltig (siehe z.B. oben das Gitarren-Ding). Tja, und dann sind einem eigentlich fast keine Grenzen mehr gesetzt. Natürlich lernt man nie aus und es gibt so dermaßen viel zu wissen und entdecken, aber wenn man nicht gerade ein audiophiler Freak ist, kann man auch gute zufriedenstellende Musik produzieren ohne jedes einzelne Detail zu kennen und zu nutzen. So mache ich das auch. Wie schnell man reinkommt hängt auf jeden Fall primär davon ab wie gut man mit dem Programm und dessen Handling zurechtkommt. Ich für meinen Teil bin voll von trackerbasierenden Programmen überzeugt und empfehle jedem, der Musik machen will, diese Form von Programm. Und da gibt es Eins, was ich selber nutze, und was für meine Begriffe das Maß der Dinge ist, und zwar Renoise. Ist für mich besser wie Cubase, besser wie Logic, besser wie Ableton, besser wie Reason, besser wie Fruity Loops und überhaupt besser wie alles, da man zum einen sehr leicht und intuitiv komponieren kann und zum anderen einen alle Möglichkeiten offenstehen, das Programm kann quasi alles. Falls du also tatsächlich anfangen willst Musik zu machen und Hilfestellung brauchst (ist alleine per Internet-Recherche schwierig) und Renoise verwenden würdest, könnte ich dir ein paar Dinge zum Einstieg beibringen. Und wenn dir das alles immer noch nicht ausreicht, kannst du noch einen fünften Schritt machen und mehr in die Technik eintauchen. Schritt 5 wäre das Erzeugen bzw. Generieren eigener Töne und Instrumente auf einem Synthesizer, also das Schrauben, begonnen bei einer simplen Wave, endend beim komplexen Ton wie z.B. ein Choir. Diesen Schritt bin ich selbst auch noch nicht gegangen, ich verändere nur vorhandene Töne in meinem Interesse, aber von einem Piepston zu einem richtigen Instrument habe ich es noch nicht geschafft. :blind:
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Re: Für alle Gitarren-Freaks

Beitrag von Bulletrider »

Ja, so wie Du das beschreibst, hatte ich mir das schon fast gedacht. Also dass man (ich) da bei null anfangen muss und mich dann nach und nach in die komplexeren Gebiete reinfinde. Aktuell kann ich mir nicht vorstellen, da die Muße für aufzubringen. Dafür ist es mir nicht wichtig genug und ich seh' mich da schon rumtoben, weil ich was nicht checke bzw nicht klappt. :wand: :laughing: Vielleicht kommt irgendwann mal die Zeit dafür, aber jetzt ist sie es nicht :wink: Trotzdem finde ich das alles schon hochinteressant...
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Re: Für alle Gitarren-Freaks

Beitrag von PsychoT »

Ist es auch, aber vor allem macht es Spaß. Von dem, was man damit macht, hat man ein Leben lang was von. Gib Bescheid wenn du Zeit und Muse hast.
Hier mal ein Einstiegs-Video für potentielle Renoise-Nutzer:

Unter Umständen kann ich da auch informationstechnisch einiges drehen, denn ich kenne jemanden, der den Erschaffer von Renoise persönlich kennt. :blind:
Es handelt sich hierbei um deutsche Wertarbeit! Und das Gute an Renoise ist auch, dass es ständig weiterentwickelt wird und es eine große Community rund um Renoise gibt, die sich auch gegenseitig unter die Arme greifen, wenn's mal Unklarheiten gibt. Hat natürlich ein eigenes Forum, ist klar... Und vor allem ist der Preis unschlagbar! Es gibt weit und breit kein Programm außer Renoise, was alles kann und zudem auch noch mit knapp unter 70 € verdammt günstig ist. Für andere Programme legt man direkt mehrere Hunderter hin, Cubase (Standard in der professionellen Musikproduktion) beispielsweise kostet knapp 600 €, Ableton ebenso.
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Re: Für alle Gitarren-Freaks

Beitrag von Bulletrider »

Ich denke, dass ich wenn überhaupt, mich mal mit Garage Band beschäftigen werde. Das habe ich ja vorinstalliert und hätte somit null an Kosten. Bevor ich Geld (und wenn es auch nur 70 € sind) in die hand nehme, muss ich erstmal für mich klar bekommen, ob das überhaupt was für mich ist. :-)
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Re: Für alle Gitarren-Freaks

Beitrag von PsychoT »

Man kann selbstverständlich wie sich das gehört auch erst einmal eine kostenlose Demo verwenden anstatt direkt zu kaufen. :blind:
Garage Band hab ich mir mal angeguckt, ist vom Handling her offenbar genauso umständlich wie Cubase, Ableton oder Logic. Intuitiv geht da nichts. Und es ist wohl auch kein vollwertiges Musikprogramm, sondern mehr ein Spielzeug wie auch schon der Music Maker für PC oder Music 2000 auf der Playstation. Aber gut, für jemanden, der eh nicht wirklich Interesse hat Musik zu machen, vielleicht auch nicht verkehrt. Für mich wäre das aufgrund des Handlings gar nichts, denn das ist genau die Art von Handling, die ich beim Produzieren nicht gebrauchen kann, daher nutze ich auch nicht den Standard der professionellen Musikproduktion, also Cubase, sondern das trackerbasierte Programm Renoise. Ist einfach besser bzw. intuitiver zu bedienen (und eignet sich daher auch gerade für Anfänger), kann aber quasi genauso viel. Gerade wenn man schnell z.B. einen Beat konstruieren will, kann ich kein Mausgeklicke gebrauchen, so wie es bei Cubase, Ableton etc. ist, genauso wie auch bei Garage Band.
Hier dein Garage Band Tutorial in Deutsch:

Idee: Falls es jemals zu einem Treff kommen sollte und du bis dahin die Muse hast, könnten wir live vor Ort innerhalb von 2-3 Stunden einen kleinen Retrowave-Track oder was auch immer zimmern, ich zeig dir wie's läuft. Man müsste dann aber Renoise verwenden. Oder aber du hast dich bis dahin etwas mit Garage Band oder was auch immer auseinandergesetzt und bereits spezifische Fragen, die ich dir dann beanworten könnte, sofern möglich. Programmspezifische Fragen gehen dann natürlich nicht, aber allgemeine Fragen zum Komponieren, Mastern oder was weiß ich definitiv, denn das ist ja überall gleich. :wink:
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Re: Für alle Gitarren-Freaks

Beitrag von Bulletrider »

PsychoT hat geschrieben: Do 23. Jan 2020, 11:07 Garage Band Tutorial in Deutsch:
...
Idee...
Danke, das Tutorial habe ich gestern mal angeschmissen. Vorerst nur ohne das Programm offen zu haben und um erstmal ne grobe Vorstellung zu kriegen. Mal gucken, was das so gibt... Und Deine Idee ist cool, klingt nach einem feinen "Programmpunkt" :-)
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