Clubsterben & kaputte Gesellschaft

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Clubsterben & kaputte Gesellschaft

Beitrag von PsychoT »

Kennt ihr das? Früher war alles besser!

Wenn ich so an früher denke, dann trifft o.g. Satz in fast allen Punkten zu. Die Leute waren viel besser drauf als heute, die Gesellschaft noch nicht ganz so kaputt wie sie es mittlerweile ist, es gab wesentlich klarere Strukturen und man konnte viel mehr tun als heute, man hatte mehr Freiheiten, es war einfach viel mehr möglich. Früher hatte man noch Werte und früher wurden diese Werte auch gelebt. Heute, und das sieht man vor allem an der Politik, aber auch in der Gesellschaft, schwimmen alle mit dem Strom und sind wertetechnisch ein Fähnchen im Wind, einfach nur debile Umfaller. Deswegen denke ich gerne an früher zurück, auch musikalisch. Musikalisch konnte man noch voll auf seiner Schiene fahren und hat immer tausende Gleichgesinnte getroffen. Mit diesen tausenden Gleichgesinnten, denen es nicht darum ging sich zu profilieren, sondern um Spaß zu haben, hat man die geilsten Feiernächte erlebt. Heute geht es darum sich zu präsentieren und sich zu profilieren, der Geilste zu sein. Also das genaue Gegenteil von dem, was früher war, denn da zählte primär der Spaß in der Gruppe. Das, was heute nicht mehr geht, denn Verbote, Auflagen, Gebahren und viele politische Schwachsinnigkeiten sorgen dafür, dass Plätze, die sich dem Spaß und dem Feiern widmen, genauso aussterben wie Sportplätze.

Ein kleiner knapp 6minütiger Bericht darüber gibt es hier, in dem Fall aus meiner Heimatstadt:

Wirklich traurig. :roll:

Und das, wie das so war und worauf es angekommen ist, ist hier zu hören:

"Die Leute kommen wegen der Musik und um zu tanzen und nicht um ihre Uhr zu zeigen".
So war es! :top:

Wie seht ihr das so?
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Bulletrider
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Re: Clubsterben & kaputte Gesellschaft

Beitrag von Bulletrider »

Hm, also ein Clubgänger war ich noch nie - zumindest nicht in Örtlichkeiten, wo wirklich tausende Leute anwesend waren (von Konzerten natürlich abgesehen). In meiner aktiven Phase, so von 16-25, gab es drei Läden, wo wir regelmäßig aufgeschlagen sind. Mit den Namen werdet ihr wohl nix anfangen können, aber zur besseren Zuordnung nenne ich sie trotzdem. Das waren:

1. Das Jovel
Eher größere Disco, in der meist relativ breit gefächertes Zeugs lief. 80er/90er Rock/Pop, etwas "härteres" (so Maiden, Metallica, Sisters of Mercy) und auch Hip Hop. Quasi für jeden was dabei. Das war immer ein guter Konsens, wenn die Gruppe etwas größer war. Auch damals bin ich zum Entsetzen meiner haupts. metallischen Kumpels nicht nur bei den "härteren" Sachen auf die Tanzfläche, sondern gerade auch bei den 80er Sachen, die damals ja auch noch nicht sooooo alt waren :blind: (wir reden hier so vom Zeitraum 1993-Anfang 00er)

2. Das Gogo
Da sind wir früher oft Mittwochs hin. MI war (und ist es auch heute noch) damals hier in Münster quasi "der kleine Freitag". Zu Stui-Zeiten war das kein Problem :hehe: MI war dann von 22-00 uhr happy hour und später war einer der Barkeeper zu nem Kumpel geworden, so dass es noch günstiger wurde. Da lief haupts. Rock/Alternative und der Club war quasi immer am brodeln. Einmal im Monat war da auch der "Tanz der Vampire", eine Gothic/Wave Party, wo auch viele Metaller ihren Weg hingefunden haben.

3. Die Sputnikhalle bzw. der Hawerkamp
Die "Sputte" - quasi jahrelang im Sommer mein zweites Wohnzimmer. Liegt hier "Am Hawerkamp" (Straßenname), einer früheren Industrieecke, wo sich erst Künstler und nach und nach Clubs ansiedelten. In der Sputnikhalle lief und läuft haupts. Rock udn Metal allerelei Subgeneres und wir haben. Da tobte immer der Bär und es war eine herrliche Zeit dort. Draußen gab es ausgemusterte Möbel als Sitzgarnituren und man traf dort auch Besucher der anderen Clubs (Techno, Latin), mit denen man auch gerne mal ein Bierchen trank. irgendwie gabs da nie Stress. Der ganze Hawerkamp war immer als "Drogenhölle" verschrieen. Sicher, da wurde einem auch mal abseits von Joints was angeboten, aber letztendlich alles doch eher harmlos - zumindest gibts hier deutlich schlimmere Ecken.

Bin auch dort ab und an mal mit zwei Freunden, die eher auf Techno standen, in den dortige Technoclub (hieß damals "Cosmic Club", später "Fusion". Ich hatte auch damals schon zumindest ein bißchen was für elektr. Musik (Cosmic Baby bspw.) übrig und wollte einfach mal gucken, wie es da so ist. Waren auch dort coole Nächte.

Sofern also keine privaten Parties anstanden und nix groß los war, hieß es in 2/3 aller Fälle "Lass uns zum Kamp".

Tja, und wie ist es heute? Nun - das Jovel ist vor vielen Jahren umgezogen (witzigerweise an.... den Anfang vom Hawerkamp :D ), aber es existiert noch. Hauptsächlich finden dort Konzerte statt und man kann es für eigene Events mieten. So finden dort bspw. regelmäßig 80er Parties etc statt, aber das Jovel stellt halt nur Raum und Getränke(personal). War ich ewig nicht mehr drin. Witzigerweise sitze ich gerade drüber, da unsere Büros darüber sind :mrgreen:

Das Gogo gibt es schon viele Jahre nicht mehr. Der Club, der da heute drin ist (Die Gazelle) ist bei "den jungen Leuten" einigermaßen beliebt. Machen meist 90er und Schlagerparties - wow :schmoll:

Die Sputnikhalle gibt es immer noch. Nahezu unverändert. Selbst die Playlist hat immer noch unsterbliche Klassiker von damals im Programm. Ist wie ne Zeitreise :laughing: :top: Generell kann ich aber die Male, in denen ich in den letzten jahren da war, an zwei Händen abzählen.

Mir gibt "rausgehen" als solches schon ewig nicht mehr viel und so gesehen ist mir etwaiges Clubsterben eigentlich egal, so lange die feierwütige Meute dann nicht in meiner Nachbarschaft auftaucht :laughing: . Aber es ist trotzdem schon schön, dass die Sputte bzw der Hawerkamp quasi alles überdauert.

edit:
Ein Teil des Hawerkamps bei Tag
m_hawerkamp-g.jpg
m_hawerkamp-g.jpg (197.49 KiB) 3095 mal betrachtet
Und ein kleines, aber nicht so pralles Video:


edit 2:
Hier beim Jovel nebenan ist ein eher kleinerer (Dance) Club. Mit den Leuten quatsche ich manchmal in der Pause (die werkeln da tagsüber öfter mal rum). Neulich sagten die mir, dass die sich verkleinern und die Fläche halbieren. Eine Hälfte der normale Club, die andere Hälfte als zu vermietende Räumlichkeit. Größere Clubs - und der ist für meine Begriffe eigentlich eher klein - würden wohl nicht mehr so gut gehen und es würde sich drinnen schnell verlaufen...
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Re: Clubsterben & kaputte Gesellschaft

Beitrag von Kopremesis »

PsychoT hat geschrieben: Do 27. Feb 2020, 01:43 Früher hatte man noch Werte und früher wurden diese Werte auch gelebt. Heute, und das sieht man vor allem an der Politik, aber auch in der Gesellschaft, schwimmen alle mit dem Strom und sind wertetechnisch ein Fähnchen im Wind
Woran liegt das denn? Daran, dass sich bei jeder falsch ausgesprochenen Silbe, die eine Person des öffentlichen Lebens von sich gibt, ein Shitstorm sondergleichen bildet, der im besten Fall in Rufschädigung, in den meisten Fällen aber eher den Jobverlust nach sich zieht. Beispiele davon gab es in den letzten Jahren zur Genüge. Kann ich vollkommen nachvollziehen, dass die Worte im Gegensatz zu früher mit viel mehr Bedacht gewählt werden, damit einem sowas nicht passiert.

Zum Thema Clubs: war ich nie, gibt es hier in Celle auch nicht (nur eine Disco, da war ich 2x, zuletzt vor 15 Jahren).
Wenn ich auf Konzerte oder Festivals gehe, kann ich hingegen schon einen gewissen Zusammenhalt feststellen. Gerade dann, wenn die Veranstaltungen kleinerer Natur sind und das Publikum spezieller. Zuletzt erlebt auf dem Lucifer Rising Festival in Leipzig im Dezember. Allerhärteste Musik und ein unfassbar entspanntes Publikum, bei dem man auch mal mit anderen ins Gespräch gekommen ist.
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Re: Clubsterben & kaputte Gesellschaft

Beitrag von PsychoT »

Kopremesis hat geschrieben: Do 27. Feb 2020, 09:23Woran liegt das denn? Daran, dass sich bei jeder falsch ausgesprochenen Silbe, die eine Person des öffentlichen Lebens von sich gibt, ein Shitstorm sondergleichen bildet, der im besten Fall in Rufschädigung, in den meisten Fällen aber eher den Jobverlust nach sich zieht. Beispiele davon gab es in den letzten Jahren zur Genüge. Kann ich vollkommen nachvollziehen, dass die Worte im Gegensatz zu früher mit viel mehr Bedacht gewählt werden, damit einem sowas nicht passiert.
Ist aber durch die Bank weg in der Gesellschaft so, nicht nur bei Personen des öffentlichen Lebens. Bei Personen des öffentlichen Lebens reicht es dagegen schon aus, wenn sie die Wahrheit aussprechen, die nicht immer angenehm ist, wie z.B. bei Hans-Georg Maaßen. Oder wenn Person X einfach nur mit Person Y zu Mittag isst, wie im Fall Mendig. So weit ist es schon gekommen. Man muss nicht zwingend seine innersten Abgründe per Facebook präsentieren, um abgesägt und dennunziert zu werden. Und das ist schon seit etlichen Jahren so, eher Jahrzehnten. Nur diejenigen, die zu ihren Werten stehen und Rückgrat besitzen, zeigen Charakter, der Rest fällt um und schwimmt mit dem (linken) Strom. Und so werden andere Meinungen unterdrückt, so werden Personen von vornherein ausgeschlossen, so findet kein (angeblich gewünschter) Diskurs statt und so geht alles nur einseitig in eine Richtung. So wie bei Hitler und Stalin. Es ist nicht anders, nur dass man heute nicht direkt die Leute erschießt. Ansonsten quasi 1:1 exakt genauso. Und das in einer sogenannten "Demokratie" in einem Land, in dem angeblich "Meinungsfreiheit" herrscht. Wie hierzulande Demokratie und Meinungsfreiheit ablaufen hat man ja kürzlich erst in Thüringen gesehen. Eine verlogene Heuchelei ist das alles! Kann man einfach nicht ernst nehmen! Und genau deswegen MUSS man Charakter zeigen, seine Werte hochhalten und die Dinge beim Namen nennen. Ansonsten wird alles nur noch viel, viel schlimmer als es ohnehin schon ist.

Zu den Clubs, in denen ich immer war:
1) Omen
Bild
Zu sehen auch im o.g. Interview mit Sven Väth. War seinerseits die lauteste Disco Europas (wahrscheinlich der ganzen Welt) und DER heilige Techno-Tempel schlechthin! Absoluter Kult, und zwar so dermaßen, dass sogar auch immer wieder mal ganze Busladungen an Reisenden aus aller Herren Länder dort abgeliefert wurden, damit sie in ihrem Leben auch einmal im Omen feiern konnten und was für's Leben mitnehmen konnten. Im Omen haben nur Szene-Größen aufgelegt und es wurde nur im Omen das Gebretter gespielt, was erst später langsam den Weg zu weiteren Ohren gefunden hat. DER Club überhaupt in Sachen Techno. Und das, obwohl das Ding eine kleine Betonbude (ein Teil eines ehemaligen Parkhauses) mit ein paar Graffities war, die regelmäßig so voll war, dass der Schweiß von der Decke (die aus Beton und Rohren bestand) getropft ist.

2) Dorian Gray
Bild
Im Frankfurter Flughafen gelegen, quasi der "Vorgänger" vom Omen in Sachen Techno-Szene. Resident war Torsten Fenslau, der auch kommerzielle Hits gelandet hat wie z.B. "Mr. Vain" von Culture Beat (Torsten Fenslau war quasi Culture Beat). War stilistisch "softer" wie das Omen, hatte aber 3 Floors, in der jeweils auch ein anderer Stil gelaufen ist. War auch nicht ganz so "undergroundig" wie das Omen. Aber hatte auch was.

3) Cocoon
Bild
Der Nachfolger des Omen, mit ganz entscheidenden Unterschieden. Erstens war es eine Edel-Disko in UFO-Optik mit Sterne-Restaurant, zweitens musste man da fein angezogen sein und drittens war die Musik wesentlich seichter und vor allem leiser wie im Omen (man konnte sogar auf der Tanzfläche kommunizieren). Viertens hat der Eintritt gleich das Dreifache vom Eintritt im Omen gekostet. Das war schon so der Beginn der Zeit, in der die Leute nicht mehr zum Spaß haben weggegangen sind, sondern auch um sich zu präsentieren, und das hat man auch gemerkt. Stimmungstechnisch kein Vergleich mehr zum Omen oder generell der guten, alten Zeit.

Alle Clubs waren in Frankfurt und alle Clubs gibt es heute nicht mehr. Das U60311 habe ich gar nicht erst mitgemacht, war da nie drin. Das war aber ähnlich wie das Omen, nur kein ehemaliges Parkhaus, sondern eine ehemalige UBahn-Station. Musste schließen, weil ein sogenannter Türsteher (einer, der auch in diversen Haftbefehl-Videos auftaucht) einen englischen Feier-Touristen totgeschlagen hat. Ging um irgendwelche Pillen, denn Türsteher dieser Sorte nehmen Checkern ihre Ware ab um sie selbst an das Publikum zu verkaufen.
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Re: Clubsterben & kaputte Gesellschaft

Beitrag von Rider »

In den 90ern hatte ich auch eine lange und eigentlich schöne Techno Phase.
Hannover hatte eine feine Technoszene. Nicht so groß wie Frankfurt oder Berlin aber trotzdem sehr geil!
Gefeiert wurde u.a. in den so genannten Hanomag Hallen. Das waren alte leerstehende Industriehallen, in denen dann Techno Parties veranstaltet wurden. Dort drin gab es das so genannte "Cyberhouse" und den Rose Club. Als ich endlich 18 war durfte ich auch endlich hin. Da war ich als Teenie immer soooo scharf drauf. Endlich live zu meinem Lieblings DJ Gary D. (RIP) abzappeln. War schon eine sehr sehr geile Zeit. Vor allem beeindruckt hat mich Marusha. Die kann ja richtig was an den Turntables. Hat mich damals richtig überrascht. Hatte nix mit dem Kommerzscheiss wie Somewhere over the Rainbow zu tun. War auch so ein positives Highlight für mich. Die Frau hat richtig was drauf :top:
Habe damals sogar bei der Street Parade mitgemacht. Ein kleiner Ableger der Loveparade. Lange ist es her...





Das Feiern in den Hanomag Hallen habe ich auch in positiver Erinnerung. Aber gefühlt waren dort wirklich fast alle High. Aber gut gelaunt :mrgreen: Durch die viele Dealerei vor der Halle haben die Behörden den Laden dann dicht gemacht.

Ansonsten gab es noch das "Fun" in Garbsen und das "Rainbow" in Hannover. Das waren aber normale Diskotheken, die es inzwischen nicht mehr gibt. Ich war jetzt schon lange nicht mehr in einer Disko, aber Spackos gab es damals auch schon :P
Ach Kopremesis, das Inkognito in Celle gibt es ja immer noch :hehe: Da war ich auch so ein, zwei mal zu Besuch. Genau wie die legendären Schaumparties im Kreml bei Sulingen :mrgreen:
Wenn ich das so lese, habe ich mal wieder Bock auf guten melodischen Techno. Gerne auch in Richtung Hard Trance :music:
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Re: Clubsterben & kaputte Gesellschaft

Beitrag von PsychoT »

Rider hat geschrieben: Do 27. Feb 2020, 19:18
Wollte gerade sagen, das ist aber nicht aus der Hochphase des Techno und schwupps, schon sehe ich 1998 und denke "Aha, wusste ich's doch. Die Tracks, die da zu hören sind, sind doch von Marco Carola und Co, und die haben erst Ende der 90er ihr Tech-House beigesteuert". Tech-House hat auch erst 1998 begonnen Einzug auf die Tanzflächen zu halten. Da war meine "härteste" Feier-Zeit schon wieder rum. Ich war mit 14 zum ersten Mal im Omen, bis ich 17 war dann regelmäßig. Danach, als ich eigentlich offiziell alles durfte, also mit 18, war ich zwar auch ab und zu noch am Start, aber deutlich seltener (Das Omen gab's ja auch nicht mehr). Die beste Zeit war da eh schon rum, also was soll's. Später dann ab und an im Cocoon gewesen, war aber nicht mehr dasselbe wie damals.

Hier noch ein paar Videos zu meinen Clubs...

Doku über's Omen Anfang der 90er (das hier müsste sich so 1992 abgespielt haben):

15 Stunden ist keine Übertreibung, das Omen hat erst Mittags wieder dicht gemacht und ich habe es genossen bis zum Ende am Start zu sein. Die Leute haben einfach immer weiter gefeiert, auch wenn schon alle Lichter angegangen sind und sie zum Gehen aufgefordert wurden. Manch ein DJ hat dann zur Beschleunigung sowas wie "Alle meine Entchen" auf Platte aufgelegt, aber selbst darauf wurde dann noch abgetanzt. :mrgreen:

Hier der letzte Tag des Omen vor dem Abriss, die Leute haben nicht mehr in den Club gepasst (miese Qualität):


Hier der Talla (der Mann, der den Begriff "Techno" erfunden hat) im Dorian Gray:


Hier die Abschiedsparty des Dorian Gray vor der Schließung:


Bericht über die Eröffnung des Cocoons (müsste 2000 rum gewesen sein):


Und hier ein paar Eindrücke aus dem Cocoon (Musik im Video bitte wegdenken, so scheiße war sie im Cocoon auch wieder nicht):


Die Musik im Cocoon klang eher so (hier aus dem Amnesia auf Ibiza, einem Cocoon-Ableger):


Ach, und hier noch typische Omen-Musik der Mitt-90er mit einem schönen Bild der Tanzfläche und des DJ-Pults:


Übrigens, nicht nur der Begriff "Techno" stammt aus Frankfurt, auch der Begriff "Schranz":
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Re: Clubsterben & kaputte Gesellschaft

Beitrag von Chibby »

PsychoT hat geschrieben: Do 27. Feb 2020, 20:50 Übrigens, nicht nur der Begriff "Techno" stammt aus Frankfurt, auch der Begriff "Schranz":
Hätte er auch schneller erklären können Schranz = Scheisse :mrgreen:.

Psychie, sag bitte das du diesen Track identifizieren kannst!!!



Klingt für mich nach so einem Vince Watson - Paul Mac - Technasia Style Ding?!
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Re: Clubsterben & kaputte Gesellschaft

Beitrag von PsychoT »

Ist mir spontan nicht bekannt. Aber Technasia ist es nicht und Paul Mac kann ich quasi ausschließen. Überhaupt habe ich die alten Namen nicht mehr ganz so drauf wie früher, höre die Musik ja nicht mehr regelmäßig, auch wenn's immer wieder geil ist. Der Tag ist einfach zu kurz für viel gute Musik. :lehrer:
Kann dir eher bei dem härterem Kram helfen. Der lief aber auch im Omen erst nach einer Warmmachphase von 2-3 Stunden. Sven Väth hat immer soft angefangen und wurde dann immer brettiger, bis es zur stundenlangen Explosion kam. Ein Clubnight-Set ist quasi ein Omen-Set in Miniatur-Fassung. Der Aufbau ist quasi gleich.
Rider hat geschrieben: Do 27. Feb 2020, 19:18Vor allem beeindruckt hat mich Marusha. Die kann ja richtig was an den Turntables. Hat mich damals richtig überrascht. Hatte nix mit dem Kommerzscheiss wie Somewhere over the Rainbow zu tun. War auch so ein positives Highlight für mich. Die Frau hat richtig was drauf :top:
Stimmt, was sie aufgelegt hat hatte mit ihren selbstproduzierten Kommerz-Kram nichts zu tun. Das weiß man aber nur wenn man sich etwas auskennt. Aber die beste DJane war sie nicht. Sie war aber im "Osten" (also um Berlin rum) das, was Sven Väth in der Techno-Zentrale war, denn im Osten gab es auch so eine ähnliche Sendung wie die berühmte HR3 Clubnight, die in Hessen jeden SA Abend von 21-00 Uhr im Radio zu hören war (primär mit Sven Väth, Torsten Fenslau und DJ Dag, aber auch mal anderen). Die beste DJane für meine Begriffe war klar Gayle San.

Und hübscher wie Marusha ist sie auch noch. :wink:
Bild

Hier noch musikalische Eindrücke aus den Mitt-90ern. Geil war's! Vor allem im Club! So richtig aufgerobbt!


Rider hat geschrieben: Do 27. Feb 2020, 19:18Wenn ich das so lese, habe ich mal wieder Bock auf guten melodischen Techno. Gerne auch in Richtung Hard Trance :music:
Nur damit es keine Missverständnisse gibt, Hard Trance ist das da:

Das ist übrigens auch die erste Techno-CD (CD wohlgemerkt), die ich mir im Leben gekauft habe. War Anfang 1993.
Etwa 2 Sekunden später, also quasi zeitgleich, habe ich mir das auch noch mitgenommen:

Wollte nicht nur mit Trance im Gepäck nach Hause kommen. :blind:
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Re: Clubsterben & kaputte Gesellschaft

Beitrag von Rider »

Mit 14 durfte ich noch keinen Club betreten. Da hätten sie einen Milchbubi wie mich auch nicht reingelassen :laughing: Das ging erst etwas später bei los. Mein älterer Cousin hatte mich aber immer mit Musik versorgt und hatte mir die Flyer und Geschichten aus den Clubs mitgebracht. War für mich immer faszinierend.

Haha, Talla2XLC fand ich auch immer super :D Der ist ja heute noch aktiv, wenn man sich seine Videos auf Youtube anguckt :top:
Ich bin jetzt keine Mega Experte was DJs angeht. Aber ich habe die Musik damals gerne gehört und auch dazu abgetanzt. Und der eine oder andere Name ist dann halt doch hängengeblieben.

Meine ersten Technoerfahrungen habe ich damals mit Westbam gemacht :mrgreen:
Ich habe im übrigen auch eine Schwäche für gute Breakbeats aus den 90ern. Aber mit dieser Musikrichtung hatte ich damals kaum Freunde gemacht. Mochten nicht viele :ka:



Junge, Junge... gibt tatsächlich Videos von der Streetparade (Reincarnation Rave) in Hannover. Da war ich damals auch dabei :hehe:


Ach mein lieber PsychoT.... jetzt hast du mich wieder auf den Geschmack gebracht...
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Re: Clubsterben & kaputte Gesellschaft

Beitrag von PsychoT »

Gern geschehen! Ist aber auch geil! Gibt keine Musik die soviel Energie beinhaltet wie Techno. :top:
Rider hat geschrieben: Fr 28. Feb 2020, 07:53Mit 14 durfte ich noch keinen Club betreten.
Durfte ich auch nicht, hab's aber trotzdem gemacht. Wen interessieren Regeln von verstaubten Spießern? Kann mich noch genau daran erinnern als wäre es gestern gewesen. Ich war mit mehreren Leuten da, von denen ich wie so oft der Jüngste war. Als wir rein wollten war ich der Letzte in der Reihe, die Anderen waren vor mir. Die Anderen sind alle problemlos reingewunken worden, aber mir wollte man meine Volljährigkeit erst einmal nicht abnehmen. Der Türsteher und ich standen uns gegenüber wie Boxer und haben uns tief in die Augen geschaut. Er so "Wie alt bist du?", ich so "18!", er so "Wo ist der Ausweis?", ich so "Im Auto!". Sprechpause, weiterhin den Blick tief in die Augen schauend gehalten, und ein paar Augenblicke später war ich drin. So war das. Und ab 15 sah ich sowieso viel älter aus als ich war, da war das dann alles kein Problem mehr. :wink:
Rider hat geschrieben: Fr 28. Feb 2020, 07:53Ich habe im übrigen auch eine Schwäche für gute Breakbeats aus den 90ern. Aber mit dieser Musikrichtung hatte ich damals kaum Freunde gemacht. Mochten nicht viele :ka:
Ich fand's gut, aber nicht auf Dauer und auch nicht zum Feiern. Techno konnte ich 24/7 hören, Breakbeats nicht ansatzweise.
Hier, diese Breakbeat-Version eines seichten Tracks fand ich z.B. schon immer gut:

Gib Bescheid wenn du Musiktips brauchst, ich kann natürlich auch bei Breakbeats ein paar Namen in den Raum werfen...

Aber nochmal zurück zum Punkt:
Es gibt heute einfach keine Orte mehr zum Feiern, alles wird dicht gemacht oder ist schon längst dicht! Besonders Clubs, in denen elektronische Musik gespielt wird, sind betroffen. Selbst wenn ich heute feiern gehen wollte, gibt es kaum Orte die einem das ermöglichen zu tun. Omen, Dorian Gray, Cocoon, U60311, Palazzo, Tresor und wie sie alle heißen, sämtliche Kult-Clubs die früher maßgeblich prägend für die ganze Szene, die ganze Musik waren, sind willkürlich vernichtet worden. Oder was gibt es heutzutage noch so für Clubs, die richtige Musik spielen und die sich zum Feiern eignen? Gibt doch gefühlt nur noch Bauerndiskos oder vereinzelt Clubs außerhalb der elektronischen Musik. Oder täusche ich mich etwa? Kann ich mir nicht vorstellen, täusche mich eher selten...
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Re: Clubsterben & kaputte Gesellschaft

Beitrag von Rider »

Das stimmt! Für Breakbeats muss man in der Stimmung sein :P Und irgendwann ist dann mal gut. Für Tipps bin ich immer dankbar. Aber nicht nur für Breakbeats. Lieber mag ich Trance. Gerne auch melodisch und/oder progressiv.
Wenn ich in der Stimmung zu bin, höre ich auch gerne mal (melodischen) House.

Die Remixe von Shingo Nakamura finde ich z.B. ganz geil



Zum Clubsterben kann ich nicht viel sagen, weil ich schon lange in keinem mehr war. Ich hätte aber mal wieder Lust guten (gechillten) Techno in einem Club zu hören. Bedenken habe ich inzwischen wegen meinem Alter, aber vermutlich sind inzwischen einige Technofans in die Jahre gekommen :wink:

Tresor kann aber noch nicht lange zu sein, oder? Eine Kollegin erzählte mir vor 2 Jahren noch von dem Laden. Und sie wollte da auch mal wieder hin. Den Tunnel in Hamburg gibt es auch noch, glaube ich. Aber ob der noch so gut wie früher ist?
Aber ich frage mich wirklich, welches Publikum inzwischen in Techno Clubs unterwegs ist. Der große Hype um die Musik ist ja schon lange vorbei.
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Re: Clubsterben & kaputte Gesellschaft

Beitrag von PsychoT »

Rider hat geschrieben: Fr 28. Feb 2020, 22:17Für Tipps bin ich immer dankbar. Aber nicht nur für Breakbeats. Lieber mag ich Trance. Gerne auch melodisch und/oder progressiv.
Trance ist ein sehr weiter Begriff. Es gibt millionen verschiedene Trance-Richtungen, die sich zudem auch noch von Erscheinungsjahr zur Erscheinungsjahr stark unterscheiden. Ein Trance-Track von z.B. 1993 klingt komplett anders wie von 1994 oder 1995, das setzt sich immer weiter fort. Erst jetzt, wo alles immer weiter gleichgeschaltet wird, kann man nicht mehr so wirklich erkennen aus welchem Jahr was stammt, was seit ca. 10-15 Jahren so ist. Davor aber gibt es SO VIEL VERSCHIEDENES nur in der Richtung Trance. Dazu kommen die Misch-Stile wie Acid Trance, die ich ja hier vor Jahren schon in einem ganz bestimmten Thread durchgenommen habe. Ich selbst mag vor allem das Trance der frühen 90er bis Mitt-90er, am liebsten in Richtung Hardtrance. Habe ja letztes Jahr einen Künstler entdeckt, der in diesem Stil neue Tracks raushaut, wie z.B.


Eine Definition von Trance:

Ein Brett!

Oder hier, DAS ist Trance:


Aber das wahre Trance kommt so wie ich das sehe eben aus den frühen 90ern. Hier, diese Compilation von 1993 ist absolute Pflicht:

Rider hat geschrieben: Fr 28. Feb 2020, 22:17Tresor kann aber noch nicht lange zu sein, oder? Eine Kollegin erzählte mir vor 2 Jahren noch von dem Laden. Und sie wollte da auch mal wieder hin.
Hast recht, Der scheint tatsächlich noch offen zu sein. Hab irgendwann letztes Jahr mal eine Doku über Clubs gesehen in der es hieß, dass auch der legendäre Tresor dicht gemacht hat. Und da der Tresor in Berlin ist und ich zum Feiern nie in Berlin war (nein, auch Paraden fand ich schon imme scheiße, ganz besonders die Trillerpfeifen-Trottel), da ich mit Frankfurt was viel, viel Besseres, genaugenommen DAS BESTE, DIE QUELLE, DEN URSPRUNG, hatte, habe ich das nicht weiter verfolgt. Aber gut, ist in Deutschland wenigstens noch ein bekannter Name existent. Alles andere ist definitiv platt.
Rider hat geschrieben: Fr 28. Feb 2020, 22:17Ich hätte aber mal wieder Lust guten (gechillten) Techno in einem Club zu hören. Bedenken habe ich inzwischen wegen meinem Alter, aber vermutlich sind inzwischen einige Technofans in die Jahre gekommen
Schau dir das erste Video im Thread an... :blind:
Keine Bedenken! Gerade heute nicht mehr! Selbst damals haben auch immer wieder ältere Leute den Weg ins Omen gefunden. Auch das ist in der o.g. Doku zu sehen. Guck dir den zappelnden Opa an. Ich find's gut. Nur die Musik zählt! Nicht die eigene Präsentation! Das ist Techno! :lehrer:
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Re: Clubsterben & kaputte Gesellschaft

Beitrag von Kopremesis »

PsychoT hat geschrieben: Fr 28. Feb 2020, 21:54 Aber nochmal zurück zum Punkt:
Es gibt heute einfach keine Orte mehr zum Feiern, alles wird dicht gemacht oder ist schon längst dicht! Besonders Clubs, in denen elektronische Musik gespielt wird, sind betroffen. Selbst wenn ich heute feiern gehen wollte, gibt es kaum Orte die einem das ermöglichen zu tun. Omen, Dorian Gray, Cocoon, U60311, Palazzo, Tresor und wie sie alle heißen, sämtliche Kult-Clubs die früher maßgeblich prägend für die ganze Szene, die ganze Musik waren, sind willkürlich vernichtet worden. Oder was gibt es heutzutage noch so für Clubs, die richtige Musik spielen und die sich zum Feiern eignen? Gibt doch gefühlt nur noch Bauerndiskos oder vereinzelt Clubs außerhalb der elektronischen Musik. Oder täusche ich mich etwa? Kann ich mir nicht vorstellen, täusche mich eher selten...
Dazu kann ich leider nichts sagen, weil das nicht meine Welt ist.
Wenn ich beim Kumpel in Berlin sind, suchen wir meist nach einem Konzert auf das wir gehen können. Vor ein paar Monaten waren wir gerade unterwegs, als ich übers Handy gesehen habe, dass unser Konzert ausverkauft war. Also haben wir spontan nach einer Alternative gesucht. Und er kannte ungefähr 20 (!!) Locations, in denen in Berlin an diesem Tag ein Metal-Konzert stattgefunden hat oder hätte stattfinden können. Das fand ich schon ziemlich krass viel. Aber ist vermutlich ein anderes Thema.
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Re: Clubsterben & kaputte Gesellschaft

Beitrag von Bulletrider »

PsychoT hat geschrieben: Fr 28. Feb 2020, 21:54 Aber nochmal zurück zum Punkt:
Es gibt heute einfach keine Orte mehr zum Feiern, alles wird dicht gemacht oder ist schon längst dicht! Besonders Clubs, in denen elektronische Musik gespielt wird, sind betroffen. Selbst wenn ich heute feiern gehen wollte, gibt es kaum Orte die einem das ermöglichen zu tun. Omen, Dorian Gray, Cocoon, U60311, Palazzo, Tresor und wie sie alle heißen, sämtliche Kult-Clubs die früher maßgeblich prägend für die ganze Szene, die ganze Musik waren, sind willkürlich vernichtet worden. Oder was gibt es heutzutage noch so für Clubs, die richtige Musik spielen und die sich zum Feiern eignen? Gibt doch gefühlt nur noch Bauerndiskos oder vereinzelt Clubs außerhalb der elektronischen Musik. Oder täusche ich mich etwa? Kann ich mir nicht vorstellen, täusche mich eher selten...
Genau wie bei Kopremesis ist das halt auch nicht meine Welt, aber der oben erwähnte Fusion Club ist hier immer noch (offenbar) gut am laufen. Auch das Amp hat was in der Richtung zu bieten und wahrsch. auch diverse mir aber unbekannte Läden.

Von der Amp Seite bspw.: "House, Techno, Acid, HipHouse, TrashTrance"

Und heute im Fusion:
sa 29/02/20 — techno rulez! w/ alfred heinrichs & anna reusch at fusion club
alfred heinrichs - anna reusch - man at arms - jochen peuyn - dansir - da hunter
"Der erste Techno Rulez!-Rave 2020 mit einen fetten Lineup: Alfred Heinrichs und Anna Reusch sind gerade der "Hot! Hot! Hot!". Ihre energiegeladenen Sets waren die Highlights der letzten Festival-Saison und der Erfolg überträgt sich auch auf ihre Clubgigs. Die Läden sind voll und die Party der absolute Hammer. In dieser Kombination wartet eine hammergeile Underground-Techno-Nacht auf euch."

Hat wahrsch. jetzt keine Namen mit denen von damals gemein, aber auf jeden Fall findet Techno hier durchaus noch statt.
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Rider
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Re: Clubsterben & kaputte Gesellschaft

Beitrag von Rider »

Ich muss mich noch ein wenig zurechtfinden, was ich HEUTE noch mag. Die Hard Trance Sachen von damals sind mir z.T. heute zu schnell. Da hat sich mein Geschmack anscheinend geändert. Auch Breakbeats halte ich heute nicht mehr sehr lange aus, habe ich festgestellt. Ich wünschte, ich würde noch meinen alten Tapes finden.
Also dieser Trance geht schon in die Richtung, die ich gut finde:


Der erste Techno Rulez!-Rave 2020 mit einen fetten Lineup: Alfred Heinrichs und Anna Reusch sind gerade der "Hot! Hot! Hot!"
Der Text schreckt mich dann doch etwas ab :laughing: Auch wenn die Musik da vielleicht doch ganz gut ist :wink:
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Bulletrider
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Re: Clubsterben & kaputte Gesellschaft

Beitrag von Bulletrider »

Rider hat geschrieben: Sa 29. Feb 2020, 12:20
Der erste Techno Rulez!-Rave 2020 mit einen fetten Lineup: Alfred Heinrichs und Anna Reusch sind gerade der "Hot! Hot! Hot!"
Der Text schreckt mich dann doch etwas ab :laughing:
frag mich mal :laughing:
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Re: Clubsterben & kaputte Gesellschaft

Beitrag von Kopremesis »

Bulletrider hat geschrieben: Sa 29. Feb 2020, 13:24
Rider hat geschrieben: Sa 29. Feb 2020, 12:20
Der erste Techno Rulez!-Rave 2020 mit einen fetten Lineup: Alfred Heinrichs und Anna Reusch sind gerade der "Hot! Hot! Hot!"
Der Text schreckt mich dann doch etwas ab :laughing:
frag mich mal :laughing:
Ich musste das 3x lesen, bevor ich es geglaubt habe. :laughing:
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PsychoT
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Re: Clubsterben & kaputte Gesellschaft

Beitrag von PsychoT »

Jo, klingt so wie Live-Sex in Lederhosen in einem bayerischen Dorfclub... :blind:
Rider hat geschrieben: Sa 29. Feb 2020, 12:20Ich muss mich noch ein wenig zurechtfinden, was ich HEUTE noch mag. Die Hard Trance Sachen von damals sind mir z.T. heute zu schnell. Da hat sich mein Geschmack anscheinend geändert.
Trance ist rein BPM-technisch in der Regel IMMER etwas "schneller". Aber so schnell ist es auch wieder nicht. Check mal o.g. Compilation (Aural Brainfood - ausschließlich gute Titel, 100% Trance), ist das zu schnell?
Rider hat geschrieben: Sa 29. Feb 2020, 12:20Also dieser Trance geht schon in die Richtung, die ich gut finde:
Der ist doch auch nicht sehr viel langsamer, oder? Oder findest du ihn wegen der Art der Instrumente gut. Rein instrumententechnisch und kompositorisch könnte das auch von Legend B stammen, die 1994 rum so einen Stil hatten:

Aber auch hier, rein BPM-technisch einen Ticken schneller. Und in dem Track ist auch ein Acid enthalten.

Hier, der Track ist rein BPM-technisch in etwa so schnell wie der, der in deine Richtung geht, ist aber von 1993, was man auch hört:

Ganz anderer Stil, aber auch Trance.

Ebenso 1993, BPM-technisch tendenziell etwas "langsamer", darf diese Trance-Hyme nicht fehlen:


Hier ein Beispiel für Acid Trance im Stil der frühen 90er (wurde in späteren Jahren meist schneller und härter):


Hier noch eine Hymne in Form von schnellerem Acid Trance, typisches Frankfurter Trance:


Oder aber darf es Frankfurter "Edel-Trance" sein, dann check mal das Label Eye Q Records:


Und hier noch etwas, was dir BPM-technisch wieder genehm sein müsste:
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Re: Clubsterben & kaputte Gesellschaft

Beitrag von Kopremesis »

Aha, Trance ist das, was für mich unter "typischer Techno" läuft. Das ist Musik, die mich stört. Da würde ich es in dem Laden nicht lange aushalten.
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Re: Clubsterben & kaputte Gesellschaft

Beitrag von Rider »

Okay, das ist jetzt viel Futter!

Das ist für mich klassicher Hard Trance! Gefällt mir gut, ist aber schon recht schnell.
HAMMER TRACK!!! :beten: Zu dem bin ich damals abgegangen :mrgreen: Dreams habe ich wirklich schon lange nicht mehr gehört!!
Der Track ist ganz gut. Kann man gut hören.
Die anderen... joah... geht schon, aber würde ich mir jetzt nicht bewusst anhören.

Was ich gerne höre, ist was Ryan Davies hier auflegt


Er und David Hebblethwaite aus UK haben in den 90ern selbst in Clubs aufgelegt, haben das Remixen aber dann für Jahre an den Nagel gehängt und ihre Liebe zur Techno Musik wiederentdeckt. Jetzt mixen sie regelmäßig und übertragen die Musik Live über Youtube aus ihren Wohnungen :mrgreen: . Teilweise auch mit Downloadlink. Noch sehr kleines Publikum, aber das sagt ja nichts über die Qualität aus :wink: Die beiden gefallen mir richtig gut :top:

Aber hier geht es ja auch um die kaputte Gesellschaft. Ich bin schon gespannt, wer es von uns als erstes in einen Club schafft und über seine Erfahrungen berichtet :mrgreen:
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