The History of Heavy Metal - diese Alben haben Geburtstag!

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Wicket
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The History of Heavy Metal - diese Alben haben Geburtstag!

Beitrag von Wicket »

Hallo!
Da ich trotz drohender Ausgangssperre immer einen Grund zu feiern suche habe ich schon vor längerer Zeit ein paar Geburtstage von klassischen Musikalben zusammengetragen. Auch vor dem Hintergrund anstelle von eigenen Geburtstagen einfach diese Jubiläen als Anlass einer Feier zu nehmen. Jetzt schreiben wir das Jahr 2020 und wenn wir 40 Jahre zurückblicken geht musikalisch natürlich die Post ab! 1980 ist das Jahr indem die New Wave of British Heavy Metal alles überflutet! Spätestens im April geht es dann richtig rund!

Dummerweise bin ich ein wenig spät dran... der ideale Termin wäre der 13 Februar gewesen - dem 50. Geburtstag des selbstbetitelten Debuts von Black Sabbath und damit laut einigen Experten auch der Geburtsstunde von Heavy Metal an sich - aber das ist natürlich debattierbar. Glücklicherweise haben Black Sabbath 1970 noch ein zweites Album veröffentlicht, ich komme also nocheinmal auf die Jungs zurück!

Kommen wir nun zu einer meiner aboluten Lieblingsbands: Manilla Road!
heute vor 40 Jahren, am 20 März 1980, erschien deren Erstlingswerk "Invasion" und so begann die Geschichte einer der beliebtesten Bands des Heavy Metal Undergrounds! Die Invasion klingt noch sehr nach den 70ern, also psychedelisch und irgendwie groovy. Dennoch hört man schon deutlich eine gewisse Epik heraus. Durch meine rosarote Fanbrille betrachtet ist das Album natürlich genial!
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Album.JPG (195.86 KiB) 3035 mal betrachtet
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Blaues Vinyl.JPG (123.83 KiB) 3035 mal betrachtet

Wer mal "kurz" einen Eindruck von der Invasion haben will. dem empfehle ich "Cat and Mouse" oder das 13 Minuten Epos "The Empire".
Wer die Band noch gar nicht kennt, dem empfehle ich aber eher die Crystal Logik von 1983! Einer der Top-Kommentare unter dem YouTube Video von Necropolis lautet:
If Skeletor fronted a heavy metal band...
:mrgreen:

An dem nasalen Gesang von Mark "the Shark" Shelton scheiden sich die Geister. Ich finde den super. Total authentisch, uhrig und ehrlich! Und die Texte sind allesamt fantasievoll, kryptisch wie sonst nur DIOs Texte und obendrein voller Anspielungen auf Conan, Lovecraft und noch viel obskurere Bücher und Sagen.

Manilla Road sollte leider eine obskure Band bleiben. In den gesamten 80er Jahren war die Band in Europa weitestgehend unbekannt. Erst Anfang der 2000er Jahre wurde sie durch das Wunder des Internets zumindest im Underground wieder bekannter und es fanden die ersten Auftritte in Europa statt. Es erschienen neue Alben, die nicht ganz so gut waren wie die Klassiker, aber durchaus tolle Songs beinhalteten (zB "Tomes of Clay").

Im Juli 2018, kurz nach einem Konzert auf dem Headbangers Open Air und eine Woche bevor die Band das erste Mal in Wacken augetreten wäre verstarb Mark Shelton, der Sänger, Gitarrist und Songschreiber der Band und damit auch Manilla Road. Auch wenn die Band nie wirklich "den Durchbruch" geschafft hat, so ist sie doch nach wie vor ein großes Vorbild für Nachwuchsbands und wird von etlichen Bands des Undergrounds mit Coverversionen geehrt.

Hier das komplette Album Invasion auf dem offiziellen Kanal von Manilla Road:


Bleibt mir nichts mehr zu schreiben außer: Alles Gute zum 40. Geburtstag! Up The Hammers, Down The Nails!


Und hier noch ein kleiner Nachtrag: 2017 hat die Band "Empire" tatsächlich live performt, weil deren Drummer Neudi das Lied unbedingt spielen wollte, Mark aber eigentlich nicht... Beim Meet and greet habe ich mich also bei Neudi bedankt (der übrigens schon bevor er bei der Band gespielt hat der größte Fanboy aller zeiten war) und der hat sich tierisch gefreut und das hier neben seine Unterschrift gekritzelt:
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Re: The History of Heavy Metal - diese Alben haben Geburtstag!

Beitrag von Kopremesis »

Sehr schön! :top:

Bin gespannt, was du hier noch so alles präsentierst! :D
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Re: The History of Heavy Metal - diese Alben haben Geburtstag!

Beitrag von Bulletrider »

Ja, feine Sache Dein Post. Manilla Road mag ich seit ein paar Jahren auch sehr gerne. Hat wegen Mark's spezieller Stimme doch ziemlich lange gebraucht bis es geklickt hat, dann aber richtig. Wobei ich zugeben muss, dass das Geburtstagskind "Invasion" eher nicht mein Fall ist, spätere Alben dann aber sehr.
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Re: The History of Heavy Metal - diese Alben haben Geburtstag!

Beitrag von Wicket »

Ich kann es kaum glauben...
Da hatte ich doch fest eingeplant heute den nächsten großen Heavy Metal geburtstag zu feiern, nur um herauszufinden, dass ich mich im Datum geirrt habe.

GESTERN, am 14.04, war das 40. Jubiläum von Iron Maiden, dem Song von Iron Maiden auf dem Album Iron Maiden, sowie dem Album das als Blaupause für die New Wave of British Heavy Metal gilt: British Steel von Judas Priest.
Richtig gehört: British Steel und Iron Maiden! Als ob ein einziges dieser Alben nicht legendär genug gewesen wäre!



Auch wenn es lange nicht das erste Album von Judas Priest war, so war British Steel doch stilprägend. Alleine dass das Album mit den Zeilen "Pounding the World like a Battering Ram" beginnt spricht Bände. "Breaking the Law" wirkt heutzutage beinahe zahm. Macht mir nichts aus - ich liebe den! Und im Gegensatz zu manch anderen Klassikern die ich inzwischen nicht mehr hören kann 8Smoke on the Water, Highway To Hell, ...) wird Breaking the Law irgendwie nie langweilig.
Rapid Fire und Metal Gods habe ich schon unzählige Male live hören dürfen - vorgespielt von lokalen Metal Bands auf winzig kleinen Festivals. Grinder & Steeler stellen jeweils die beiden Gitarristen Tipron und Downing vor und man kann sich die Songs beinahe als Wrestling Opener vorstellen. Mein Highlight ist aber die "Hymne Living after Midnight".



Bezüglich Iron Maiden würde es fast ausreichen zu schreiben "Ja, war halt das erste Album von denen - der Rest ist Geschichte", aber tatsächlich ist deren Debut (auch ohne Bruce Dickinson) eine reine Goldader! Prowler ist die Sorte von Song, von dem man vergessen hat dass es ihn gab, aber wenn man den dann nach langer Zeit wieder hört rastet der innere Headbanger völlig aus! Remeber Tommorrow ist ebenfalls ein wahnsinnig guter Song und The Phantom of the Opera - seines Zeichens 6 Jahre vor dem Musical erschienen - ist ebenfalls über jeden Zweifel erhaben. Es gibt bis heute Fans, die lediglich auf die ersten beiden Alben mit Paul Di'Anno am Gesang setzen. So weit würde ich nicht gehen, aber Iron maiden und Killers sind zwei Alben die man auf jeden Fall mal gehört haben sollte!

... und weil ich weiß dass die sagenhaften Cover Artworks von Iron Maiden immer schon eine eigene Story wert waren habe ich noch einen Artikel über "Electric Matthew says hallo" herausgesucht:
https://loudwire.com/cover-stories-iron ... led-debut/
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Re: The History of Heavy Metal - diese Alben haben Geburtstag!

Beitrag von Bulletrider »

Wicket hat geschrieben: Mi 15. Apr 2020, 13:18 British Steel...
Ja, Klassiker ohne Ende drauf. "Living after Midnight" und "Metal Gods" sind meine Nummer Zwei und Drei Songs darauf, am liebsten höre ich "United" (ich sagte es ja - ich steh' auf so "Zusammengehörigkeits-Zeugs", mag aber keine Menschenmassen :P :oops: )
Wicket hat geschrieben: Mi 15. Apr 2020, 13:18 Maiden...
Tja, was soll ich zu Maiden groß schreiben. Ohne die (genauer: eigentlich ohne Eddie) wäre in meiner musikalischen Entwicklung alles gänzlich anders verlaufen. Und auch wenn ich andere Alben als Favoriten habe, ist das Debut (und auch Killers) einfach der Wahnsinn. Mein Klassikersong des Albums,"Running Free", hat sich verrückterweise auch nach mehreren Jahrezehnten (maiden mit 11 entdeckt) noch nicht abgenutzt und packt mich noch immer.

Außer den genannten Songs schlägt aus der Frühzeit mein Herz auch besonders für die Coverversion "Women in Uniform" und v.A. total für "Burning Ambition" (Running Free B-Seite). Unfassbar Geilerei!





Der Eddie/Cover Hintergrund war mir schon bekannt. Wie früher bestimmt mal erwähnt, war es immerhin ein Maiden Poster, was mich seinerzeit in den Bann gezogen hat. Und alles mit Eddie wurde aufegsogen, über Derek Riggs "geforscht" etc. (man sollte sich aber am besten nicht seine späteren, digitalen Sachen anschauen :schmoll: )

edit:
Und da es im Thumbnail des Album Videos nicht abgebildet ist, natürlich passend das Original Artwork des ALbums und nicht das "Redesign".
maiden.jpg
maiden.jpg (73.83 KiB) 2893 mal betrachtet
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Re: The History of Heavy Metal - diese Alben haben Geburtstag!

Beitrag von Wicket »

oh, shit! Danke für das richtigstellen des Coverartworks! Wie gesagt ich bin irgendwie davon ausgegangen dass das Jubiläum erst Morgen sei und habe den Beitrag heute ein wenig übers Knie gebrochen...

Running Free ist ziemlich toll, aber ein klitze kleines Bisschen abgenudelt ist er leider auch, wie ich finde. Jammern auf hohem Niveau!
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Re: The History of Heavy Metal - diese Alben haben Geburtstag!

Beitrag von Bulletrider »

So, jetzt hab ich was... Heute wird BATHORY's Mesiterwerk "Hammerheart" 30 Jahre alt :freu:
bathory.jpg
bathory.jpg (131.66 KiB) 2873 mal betrachtet
Gelten Bathory mit einigen anderen Bands als Urväter des Black Metal, so hat Bandleader Quorthon (RIP :| ) bereits auf dem Vorgängeralbum "Blood Fire Death" den rauen BM Sound erweitert und mit epischen Versatzstücken angereichert. Auch textlich verließ er bereits mit BFD zum Teil die black metallischen Standards und ließ nordische Mythologie mit einfließen.

Auf "Hammerheart" schließlich finden sich dann keine der auf BFD noch vorhandenen Black Metal Spuren, hier regiert die pure Epik. Mächtige Riffs, stampfende Drums, epische "Chöre" (im Prinzip seine Stimme auf vielen Spuren :wink: ), denen bis heute nur wenige Bands richtig Tribut zollen. Ja, sicher - es gibt viele Metalbands mit bombastischen Chören, aber Bathory's Sound war und ist in der Hinsicht speziell. Dabei ist der gute Quorthon beileibe kein im klass. Sinne guter Sänger gewesen, aber irgendwie bekam er es hin, gerade dadurch und die erwähnten Chöre eine einzigartige Atmosphäre aufzubauen.

Hatte Quorthon also seinerzeit den Black Metal mitbegründet, gilt "Hammerheart" quasi als Geburtsstunde des "Viking Metals". Nicht aufgrund der Texte, sondern aufgrund des damals wirklich einzigartigen Sounds. Und auch noch heute funktioniert das Album perfekt. Kopfhörer auf und abtauchen. Kultstatus hat natürlich auch das Video zum fantastischen Song "One Rode To Asa Bay". Natürlich ist das großer Quatsch, ändert aber nix and der Genialität des Lieds.

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Re: The History of Heavy Metal - diese Alben haben Geburtstag!

Beitrag von MIX »

Ziemlich gut! Dein Bericht aber auch.
Danke für den Blick durch das Fenster der Zwangs-Christianisierung der Wikinger.
Das Bild finde ich 'Hammerhart' schön und der Song ist selbst für mich mitreißend.
Irgendwie un-eitel und zugleich episch. Ob es einen Ort wie 'Asa Bay' gibt? Oder ist das eine Wiking-Metal Legende :-)
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Re: The History of Heavy Metal - diese Alben haben Geburtstag!

Beitrag von Bulletrider »

MIX hat geschrieben: Do 16. Apr 2020, 19:33 Ziemlich gut! Dein Bericht aber auch.
Danke für den Blick durch das Fenster der Zwangs-Christianisierung der Wikinger.
Das Bild finde ich 'Hammerhart' schön und der Song ist selbst für mich mitreißend.
Irgendwie un-eitel und zugleich episch. Ob es einen Ort wie 'Asa Bay' gibt? Oder ist das eine Wiking-Metal Legende :-)
Ich zitiere :wink:
"Quorthon dedicated the song to C. Dean Andersson, who had earlier sent some of his books to Quorthon. The village's name in the song, Asa Bay, comes from pseudonym Asa Drake which Andersson used in some of his books."

Wahrscheinlich gab es viele solcher Buchten und Küstenstellen, an denen seinerzeit die Missionare landeten...
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Re: The History of Heavy Metal - diese Alben haben Geburtstag!

Beitrag von MIX »

Verstehe... :D
Irgendwie sind die Wikinger ja in ihrer traditionellen Lebensweise aus der Geschichts-Chronik wieder verschwunden.
Warum das so ist, kann man nur durch Berichte der kulturellen Anpassung erlesen.
Aber Bandleader Quorthon schafft mit der Musik eine Art Nachruf an die vergessene glorreiche Lebensweise der Nordländer.
Das ist auch Geschichte :top:
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Re: The History of Heavy Metal - diese Alben haben Geburtstag!

Beitrag von Wicket »

Danke für den Bericht über Bathory! Ich kenne Bathory natürlich und weiß wie bedeutend ihre teilweise völlig unterschiedlichen Alben sind, aber offen gestanden kenne ich Bathory lange nicht so gut wie ich andere Bands kenne.

Heute feiern wir übrigens wieder einen 40. Geburtstag.
Oh no, here it comes again
Can't remember when we came so close to love before
Dieses Album fängt direkt mal mit einem 11/10 Punkte-Song an und bleibt auch anschließend sagenhaft gut! Ich würde sogar behaupten dass es ausschließlich sehr gute Songs enthält, aber gerade der Opener fetzt alles weg und ich könnte hier jede einzelne Zeile zitieren. Vielleicht ist das der Grund warum ich den Text vor vielen Jahren mit lang vergessener Runenmagie auf die Innenseite meiner Kutte zauberte...
neon knights.png
neon knights.png (323.01 KiB) 2805 mal betrachtet
Wer es noch nicht erraten hat: Es handelt sich natürlich um Heaven & Hell - je nach Blickwinkel das neunte Studioalbum von Black Sabbath oder aber das Debutalbum einer neuen Formation, die unglücklicherweise einen alten Bandnamen übernommen hatte. Nachdem Ozzy Osbourne Black Sabbath verließ holten sich Tony Iommi, Geezer Butler und Bill Ward den Gesangsgott Ronnie James Dio ins Boot. Epik und Düsternis von Black Sabbath trifft auf Pathos und Magie von Dio und das genau zu der Zeit in der sich eine neue Musik für ein neues Jahrzehnt entwickelt -es war perfekt! ...aber es gab einen deutlichen Stilbruch und die beiden Alben Heaven and Hell und The Mob Rules (und 10 Jahre später Dehumanizer) waren so anders als die Alben mit Ozzy Osbourne am Gesang dass Dios Zeit bei Sabbath durchaus umstritten ist.
Ich persönlich sehe gar kein Problem: Ozzy steht für den Sound der Siebziger und Dio (bei Sabbath) steht eben für einen ganz anderen Sound. Ich muss nicht entscheiden ob ich Heaven & Hell oder Paranoid lieber mag. Die sind zu verschieden. Und auch wenn da "nur" 10 Jahre zwischen den beiden Alben liegen - diese 10 Jahre waren die Siebziger und da hat sich musikalisch dann doch so einiges getan!
Ich glaube das hat sogar die Band selbst eingesehen, denn als sich Tony Iommi, Geezer Butler, Ronnie James Dio und Vinny Appice 2007 wieder zusammengetan hatten (also nicht ganz die Formation von diesem Album, aber dafür genau die vom Nachfolgealbum und von Dehumanizer) nannten sie sich nicht mehr Black Sabbath oder "Black Sabbath feat. DIO" oder sowas sondern Heaven & Hell. Unter diesem Namen durfte ich die Band sogar live sehen kurz bevor Dio recht plötzlich verstorben ist. Fuck, das ist auch schon wieder 10 Jahre her...

black sabbath.jpg
black sabbath.jpg (104.32 KiB) 2805 mal betrachtet
offensichtliche Anspieltips wären der Titeltrack Heaven and Hell sowie Die Young, aber eigentlich sind alle Songs auf dem Album unfassbar gut.



Informationen zum Cover-Artwork:
https://www.vintageheavymetal.com/album ... ath-cover/
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Re: The History of Heavy Metal - diese Alben haben Geburtstag!

Beitrag von Bulletrider »

Die Kutte mit Text ist natürlich stark! :top: Black Sabbath waren nie so meine Band, aber deren BEdeutung im Musik-Kosmos ist natürlich unbestritten - keine Frage. Wenn ich aber doch mal Lust auf deren Musik habe, greife ich in 90% der Fälle zu den Dio Sachen. Wenn sie auch mit anderen Sängern ebenfalls starke Songs gemacht haben, ist und bleibt Dio für mich einfach die erste Wahl. Gerade das von Dir gepostete "Neon Knights" ist einfach einer der Songs schlechthin!
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Re: The History of Heavy Metal - diese Alben haben Geburtstag!

Beitrag von Wicket »

Für den Juli habe ich leider kein genaues Datum finden können, nur "Juli 1980". Wir feiern also den gesamten Monat lang den 40- Geburtstag der kultigsten Metal-Underground-Veröffentlichung überhaupt! Es geht einmal mehr um Legenden der New Wave of British Heavy Metal! Als ich diese Musik vor vielen jahren hier im Forum präsentierte, kommentierte die Göttin des gerechten Zorns: "inakzeptabler Bandname". (Die Person ist nicht mehr im Forum aktiv.) Anscheinend hielten dies viele für übertrieben. Ich nicht! Der Bandname war, ist und bleibt inakzeptabel! Aber leider haben wir es hier mit einer Single mit 3 unverbesserlich geilen Songs zu tun - einer besser als der andere - und gerade Heavy Metal Mania ist eine absolute Hymne! Ein Muss für jede (Metal) Party!



Heavy Metal Mania
Only as Young as You Feel
Love's Power

:band:

Aber der Name Holocaust liegt mir immer noch schwer im Magen. Ich würde niemals ein Shirt oder auch nur einen Patch der Band tragen (habe übrigens beides schon in freier Wildbahn gefunden). Ich muss wohl kaum erwähnen dass es sich hier keinesfalls um eine Nazi-Band handelt. Da waren lediglich ein paar schottische Teenager in den späten 70er Jahren etwas übermütig beim Bandnamensuchen. Auch hat das Wort im englischsprachigen Raum eine ganz andere Bedeutung - aber das ist auch keine gute Entschuldigung. Der name Holocaust ist übrigens auch der Grund warum ich die Band erst relativ spät für mich entdeckt habe: Ich habe da immer einen Bogen drum gemacht, wenn ich den Namen gelesen hatte und die mir bekannten Songs gar nicht erst mit denen in Verbindung gebracht, die ich schon so oft irgendwo gehört hatte.
Traurigerweise ist die band hauptsächlich dafür bekannt, dass Metallica die einmal gecovert haben ("the small hours").

Übrigens:
Wenn ich den Begriff "Groove Metal" höre, wünschte ich die Leute würden über coolen, groovigen Metal wie diesen sprechen und nicht über irgend eine Modeerscheinung der 90er Jahre...
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Re: The History of Heavy Metal - diese Alben haben Geburtstag!

Beitrag von Bulletrider »

Vom Namen her waren mir die schon lange ein Begriff, hab mich aber nie groß mit denen beschäftigt. Man hat halt nur so viel Zeit für Musik :wink: und da bleiben dann auch scho mal bands außen vor. So richtig geben tun die mir nach Anhören jetzt aber auch nichts :ka: Aber muss ja auch nicht, trotzdem quasi "happy birthday"...
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Re: The History of Heavy Metal - diese Alben haben Geburtstag!

Beitrag von Bulletrider »

Diesen Monat feiern zwei für mich doch recht wichtige Alben ihr 25-jähriges Bestehen. Wahrscheinlich wird das erste nicht unbedingt bei vielen von euch ähnliche Begeisterung auslösen, aber nun, ist dann so :hehe:

ARCKANUM "Fran Mader"
Wohl mit eins der ersten Black Metal der 90er Welle welches man dem Begriff "Forest Black Metal" verpassen konnte. Archaisch, melodisch, finster und stellenweise hysterisch vereint das Album so viele Trademarks des damaligen Skandinavien Sounds, das es eine wahre Freude ist. Genau sowas habe ich damals völlig begeistert aufgesogen. Und wenn auch heutzutage nicht mehr so häufig BM in meinem Player landet, greife ich doch fast immer zu Alben aus eben dieser Ära und dann halt sehr gerne zu den frühwerken von eben Arckanum. Im Gegensatz zu vielen damaligen Genrekollegen hat "Fran Mader" fast schon eine Art "warmen" Klang, zumindest verglichen mit den oftmals sehr "klirrenden" Gitarren anderer Bands aus der Ecke. Einzelne Songs lassen sich hier gar nicht mal so einfach herauspicken. Im Prinzip funktioniert das Album als eine Art musikalisches Konzeptalbum, ein am Stück durchzuhörendes Werk.


ISENGARD "Høstmørke"
Schon das erste Album dieses Sideprojects von DarkThrone's Fenriz schlug bei mir ein wie eine Bombe - zumindest stellenweise. Denn auf dem Erstling fanden sich viele Demo Aufnahmen und Songs von recht unterschiedlicher Ausrichtung. Einige sehr geil, andere eher so lala. Auf diesem zweiten Album aber klingt das Ganze schon viel einheitlicher, wobei aber auch hier genretechnisch mehreres vermischt wird. So findet sich zwar sowohl 1st wave BM mäßiges im Stil alter Celtic Frost wie auch klassischer 2nd wave BM, aber besonders die heidnisch/folkigen Einflüsse stechen deutlich heraus. Der Klargesang ist sicherlich meilenweit von wirklich guten Sängern entfernt, entfaltet aber gerade mit seiner Un-Perfektheit eine besondere Wirkung. Wie auch das Arckanum Album hat "Høstmørke" in meiner pers. musikalischen Entwicklung tiefe Spuren hinterlassen, weswegen ich es hier gerne zum 25-jähgrigen Jubiläum huldige :D Stellvertretend für die stampfende, folkig/heidnische Ausrichtung mal der "Hit" namens "I kamp met kvitekrist"

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Re: The History of Heavy Metal - diese Alben haben Geburtstag!

Beitrag von Wicket »

Das klingt echt interessant, aber im Moment bin ich so gaaar nicht in der Stimmung für Black Metal. Und das funktioniert irgendwie nur (für mich) wenn ich da richtig Bock drauf habe.
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Re: The History of Heavy Metal - diese Alben haben Geburtstag!

Beitrag von Bulletrider »

Wicket hat geschrieben: Mo 6. Jul 2020, 19:16 Das klingt echt interessant, aber im Moment bin ich so gaaar nicht in der Stimmung für Black Metal. Und das funktioniert irgendwie nur (für mich) wenn ich da richtig Bock drauf habe.
Ja, verstehe ich total. Früher war ich quasi "jahrelang" in der Stimmung dafür, seit einigen Jahren spürbar viel seltener. Und, wie gesagt, wenn dann alte 90er Sachen meistens. Neuerer BM ist zwar mittlerweile oft unfassbar gut gemacht, sehr intensiv etc, packt mich aber dennoch kaum. Da fehlt diese spezielle 90er second wave Magie und die (nostalgischen) Verbindungen, die ich persönlich damit habe.
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Re: The History of Heavy Metal - diese Alben haben Geburtstag!

Beitrag von Bulletrider »

Vor wenigen Tagen, am 14.10., hatte das für mich wohl entscheidenste Album 35. Geburtstag. Die Rede ist von "Live after Death" von Iron Maiden. Entscheidend deswegen, da es für mich die Initialzündung in Sachen Metal war. Wie bestimmt schon an anderer Stelle bereits (vll. gar mehrfach) geschrieben, hing das Cover als riesige Posterflagge im Zimmer des großen Bruders eines Schulfreunds. Den Schulfreund besuchte ich (1988, damals 11) zum C64 spielen und während wir durchs Haus zu seinem Zimmer gingen, kamen wir am Zimmer des großen Bruders vorbei, zu dem die Tür offen stand. Mein Blick fiel sofort auf die Flagge und ich war völlig begeistert von diesem "Monster", wie es da von Blitzen umrahmt aus seinem Grab schoss. Passenderweise lag davon auch das Album rum und wir nahmen es mit aufs Zimmer. C64 an, G.I. Joe Spiel reingelegt und die Nadel auf die Platte gesetzt. Tja, und da war es dann passiert und "the rest is history" :mrgreen: Wer weiß, in welche musikalische Richtung ich mich sonst so entwickelt hätte. Und auch in literarischer Hinsicht, denn der auf Eddie's Grabstein zu lesende Spruch machte mich neugierig.

“That is not dead
which can eternal lie
Yet with strange aeons
even death may die.”
(H.P. Lovecraft)

Damals war ich sehr oft, teils mehrmals die Woche, in der Bücherei und da konnte man mir mit dem Namen weiterhelfen. So tippelte ich als 11 Jähriger mit "Die Berge des Wahnsinns" nach Hause. Muss aber zugeben, dass ich das damals sehr öde fand und nicht Zuenden gelesen habe und Lovecraft mich so richtig dann erst mit 16/17 gekriegt hat. Den Spruch aber hab ich aber dauernd präsent gehabt. Aber dennoch - Live after Death hat mich also auf verschiedenen Eben stark geprägt.

Groß über die Musik was schreiben ist natürlich unnötig... Wobei - ich lasse euch mal die unfassbar fantastische Version von "Rime of the Ancient Mariner" da. Auch nach all den Jahrzehnten für mich immer noch absolute Gänsehaut pur. Der Mittelteil, ey, zum kaputt gehen... "Aaaaand by the liiiiight of the moooooon".



Und natürlich das Cover Artwork in seiner ganzen Pracht. Das war übrigens auch der Rückenaufnäher meiner ersten Kutte mit 13 :D hach...
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Re: The History of Heavy Metal - diese Alben haben Geburtstag!

Beitrag von Kopremesis »

Großartiges Livedokument einer großartigen Band mit einem der besten Coverartworks aller Zeiten! Ich bin zwar erst sehr viel später mit Maiden warm geworden (waren mir in meiner Sturm-und-Drang-Phase schlichtweg zu soft), aber diese Liebe geht dafür nie mehr kaputt! :music: :love:
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Re: The History of Heavy Metal - diese Alben haben Geburtstag!

Beitrag von Wicket »

Was soll man zu Iron maiden noch sagen, was noch nicht gesagt worden ist? :-)
Geiles Album, geiles Cover, geile Band! Happy Birthday!

Bin gerade meine Liste durchgegangen und musste feststellen dass ich eine Menge Geburtstage verschlafen habe :oops: . Unter anderem Strong Arm of the Law, Ace of Spades, Sacred Heart, In Trance oder Painkiller ...
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