Musik übers Zocken und online sein

Ihr wollt auf euer Retro-Projekt oder Event aufmerksam machen? Dann bitte hier!

Moderator: Bulletrider

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VeitSeiner
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Musik übers Zocken und online sein

Beitrag von VeitSeiner »

Hallo zusammen,

auch mit der Befürchtung, dass dieser Thread in einem anderen Bereich besser gepasst hätte, würde ich hier gern mal mein Projekt vorstellen wollen.

Kurze Fassung: Ich mache Musik über(s) Videospielen(n). Hört gern mal rein :)

Längere Fassung:
Ich habe zwei Leidenschaften. Das Zocken und das Musik machen. Da sich meine eigentliche Band schon seit einer Weile im Winterschlaf befindet und es mir musikalisch in den Fingern juckte, bat sich eine Gelegenheit an. Ein Freund, der mit dem Streamen begann, wollte gern mal ein Intro Song haben. Da ja nun auf Streamingplattformen nicht wirklich sicher Musik gespielt werden kann, die in irgendeiner Form entsprechend geschützt ist (Stichwort: DMCA), war es für mich die Lösung, ihm einen eigenen Song zu widmen. Gesagt getan und der fertige Song stand.
Nun hat sich diese Möglichkeit etwas herumgesprochen und ich habe im Laufe des letzten halben Jahres einige Sounds, Songs, Alerts usw. für Streamer und YouTuber gebaut, welche sich nun keine Sorgen mehr um Copyrightverstöße machen müssen. Und das alles kostenlos. Wer gerne was dafür geben will, den will ich nicht abhalten, aber bislang habe ich dafür kein Geld verlangt.
Da natürlich nicht jeden Tag jemand anklopft, der gerne einen individuellen Song haben möchte, habe ich auch einfach Titel komponiert und sie zur freien Nutzung auf meine SoundCloud und auf YouTube hochgeladen. Momentan an der Zahl schon 28 Stück.
Dabei bediene ich hauptsächlich ein elektronischen Spektrum, mache jedoch auch Abstecher in den Bereich Rock oder Richtungen, die mir musikalisch noch komplett neu sind. Und das macht auch den Reiz an der ganzen Sache aus.
Wobei ich mich mit meiner Band mehr im Bereich Melodic Hardcore Punk befinde, ist diese musikalische Erfahrung etwas völlig Neues und Aufregendes für mich.

Was das aber nun mit Videospielen zu tun hat, möchte ich noch kurz ausführen.
Ich halte mich bei meinen Texten inhaltlich immer an Themen, die etwas mit Videospielen bzw. dem digitalen Leben zu tun haben. Und damit verbinde ich zwei meiner Leidenschaften, die mich schon über viele Jahre begleiten - das Zocken und die Musik. Ich behandle zumeist Themen, die aus Insiderwitzen in bestimmten Communities entstanden sind oder Gedanken und Gefühle, die mich von damals bis heute selber beim Zocken beschäftigt haben.
Auch wenn ich dieses Projekt zwar eher mit lustigen Inhalten versuche zu füllen, so möchte ich auch gern ab und an auf erstere Themen eingehen, wie z.B. der queren und vorurteilsbehafteten Sicht auf zockende Frauen.

Also, ich würde mich freuen, wenn ihr mal bei mir reinhört. Nehmt gern meine Musik für eure Kanäle, Streams oder einfach zum Anhören und schaut rein unter:
https://soundcloud.com/veitseiner oder
https://www.youtube.com/channel/UC5HDCa ... 5fwgEZj5oA

Liebe Grüße
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PsychoT
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Re: Musik übers Zocken und online sein

Beitrag von PsychoT »

Außergewöhnliche Musik! :-)
Klingt aber schon gut, ein Anfänger bist du nicht. Müsstest nur deine Frequenzen zwischen 0 und 200 Hz evtl. noch monoisieren. Welches Programm nutzt du?
Machst du auch Videospiel-Remixe? Ich selbst hab auch mal nach Wunsch komponiert und vor beinahe 10 Jahren habe ich auch ein paar Remixe auf remix.kwed oder amigaremix beigesteuert. Deine SC-Seite gucke ich mir mal weiter an. Hier ist Meine, aber auf meinem Youtube-Kanal findet man wesentlich mehr Musik, dann allerdings in schlechterer Soundqualität.

Jedenfalls:
VeitSeiner hat geschrieben: So 25. Apr 2021, 08:50Ich habe zwei Leidenschaften. Das Zocken und das Musik machen.
:top:

P.S.:
Ist das dein Ernst? :laughing:
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VeitSeiner
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Re: Musik übers Zocken und online sein

Beitrag von VeitSeiner »

Hey hey,

Danke dir für die netten Worte. Ich mache die Musik mit GarageBand aufm Mac. Habe damals mal sequel für Windows gehabt, aber das war nicht so mein Fall.
Remixe hab ich bislang nur vom eigenen Songs gemacht ;)
Aber von anderen wäre mal eine coole Idee. Allerdings möchte ich bislang nur eigenes Zeug machen. Aber warum eigentlich nicht mal ein Zelda Remix oder sowas...
Dann werd ich gern mal in deiner SC rein schauen.

Ich verstehe deine Frage im PS leider nicht richtig.
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PsychoT
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Re: Musik übers Zocken und online sein

Beitrag von PsychoT »

Na, auf dem Ballermann 6 der Nerds wäre das der Hit. Dass das Kreieren von Spaßmusik durchaus ernst gemeint ist, ist mir bewusst. :wink:
Ich find's cool, das schlägt für mich fast in dieselbe Kerbe wie Alexander Marcus, nur eben videospielbezogen. Sowas kann ich mir auf jeden Fall mal anhören. Hab jetzt einige Lieder durch, und ich muss sagen, deine Texte sind wirklich gut! Klar, und wenn dann der Titel z.B. noch "Endboss" lautet muss man es einfach hören, oder?

Schön auch sidigen Sound benutzt, gefällt mir gut. :top:

Sidigen Sound gibt's übrigens auch in der hauseigenen Hymne:

Alles schön in stereo... :hehe:

Für Kopremesis:

:mrgreen:

Geil, altbekanntes Thema:

Sensationell ab 2:26! :laughing:

Coole Vorstellung, kommt nur nie dazu, aber schönes Lied:


Ach, echt cool, danke für's Teilen. Hat mir schon ein paar Schmunzler beschert. Und ein paar Lacher. Leute, hört da rein! :band:
Nur noch eins:


Und echt cool, dass Bulletrider nun endlich einen potentiellen GarageBand-Lehrer gefunden hat:
VeitSeiner hat geschrieben: So 25. Apr 2021, 20:00Ich mache die Musik mit GarageBand aufm Mac.
:angel:
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Re: Musik übers Zocken und online sein

Beitrag von VeitSeiner »

Hey hey,
Mensch, du hast dich ja richtig mit meiner Musik beschäftigt. Das freut mich wirklich riesig. Danke dafür auf jeden Fall.
Jetzt weis ich auch, worauf sich dein PS bezogen hat. Der Song war einfach mal ein Test, wie es ist, einen Schlager Song zu machen. Jedenfalls annähernd Schlager. Bleibt aber sicherlich auch bei dem einen Versuch ;)
Und vielen Dank auch für den Vergleich zum Electrolore König Alexander Marcus. Den Typen mag ich echt sehr gerne hören. Er hat anscheinend eine Schnapsidee einfach mal durchgezogen und es probiert. Und zu seiner Zeit sogar recht erfolgreich will ich meinen.
Ich finde eure Hymne auch sehr gelungen. Solche chiptune Songs habe ich auch schon mal überlegt zu machen. Zwar geht das mit meinem Programm eher schlecht als recht aber mal sehen...
Ich würde mich im Bereich GarageBand nickt wirklich als den Checker bezeichnen, aber zu dem was ich weis, kann ich gern was sagen und damit vielleicht sogar behilflich sein.
Auf jeden Fall freut es mich sehr, mit meiner Musik für ein paar Lacher gesorgt zu haben. Das ist eine große Intension von mir, warum ich damit begonnen habe.
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Re: Musik übers Zocken und online sein

Beitrag von Kopremesis »

PsychoT hat geschrieben: So 25. Apr 2021, 21:02 Für Kopremesis:

:mrgreen:
Ja, da ist was dran! :laughing:

Nur, dass ich dafür kein Geld ausgebe, das ich nicht habe, und die Spiele stapeln sich nicht in physischer Form. Aber ansonsten ist das textlich gut getroffen! :hehe: :top:

Aber kann PT zustimmen, an vielen Stellen musste ich schmunzeln und nickend zustimmen. :mrgreen:
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PsychoT
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Re: Musik übers Zocken und online sein

Beitrag von PsychoT »

VeitSeiner hat geschrieben: Mo 26. Apr 2021, 06:02Mensch, du hast dich ja richtig mit meiner Musik beschäftigt. Das freut mich wirklich riesig. Danke dafür auf jeden Fall.
Gibt nicht allzu viele Musiker hier, und ich mag generell Musik abseits des Mainstreams, wohingegen ich den Mainstream verabscheue. Von daher höre ich immer in neue Musik rein, vor allem bei "Musikerkollegen". Nichts zu danken!
VeitSeiner hat geschrieben: Mo 26. Apr 2021, 06:02Solche chiptune Songs habe ich auch schon mal überlegt zu machen. Zwar geht das mit meinem Programm eher schlecht als recht aber mal sehen...
Da kann ich nicht viel zu sagen, ich kenne GarageBand nicht. Meine aber, dass es kein vollwertiges Musikprogramm wie z.B. Logic, Cubase oder Pro Tools ist, sondern eher eine Art "App für Anfänger". Kannst mich als Nutzer ja mal aufklären. Aber wenn du mit diesem Programm in der Lage bist VSTs einzusetzen, sollte einem "Chiptune" nichts im Wege stehen. Den passenden Sound kann man z.B. mit SIDizer (http://www.hypersynth.com/sidizer.html) oder inSIDious kreieren.
VeitSeiner hat geschrieben: Mo 26. Apr 2021, 06:02Ich würde mich im Bereich GarageBand nickt wirklich als den Checker bezeichnen, aber zu dem was ich weis, kann ich gern was sagen und damit vielleicht sogar behilflich sein.
Da ich ja immer wieder als Vermittler fungiere, der auch mal den nötigen Arschtritt verteilt damit sich etwas bewegt, greife ich das mal auf und leite es an ihn weiter:
Bulletrider hat geschrieben: Mi 22. Jan 2020, 07:46Eigentlich würde ich mich auch gerne mal mehr mit sowas beschäftigen, also mit über Tools herzustellende Musik. Prinzipiell schon seit ich das erste mal vor Jahren Garage Band auf dem Rechner vorinstalliert hatte.
So, die Verbindung steht. Jetzt muss nur noch gehandelt werden. :blind:
VeitSeiner hat geschrieben: Mo 26. Apr 2021, 06:02Auf jeden Fall freut es mich sehr, mit meiner Musik für ein paar Lacher gesorgt zu haben. Das ist eine große Intension von mir, warum ich damit begonnen habe.
Beim Onlinegaming gibt's keine Pause, ne? :wink:
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Re: Musik übers Zocken und online sein

Beitrag von VeitSeiner »

Hey,

Danke erstmal auch an dich Kopremesis.

Ja das mit der Mainstream Musik ist sone Sache. Generell bin ich vom Radio ziemlich schnell genervt, insbesondere wenn es um die sogenannten Songs von heute geht. Da schalte ich auch gern mal komplett das Radio aus. Ich mag halt Song oder bandkonzepte, die mich zum Lachen bringen. Wenn sich eine Band mit ihrer Musik komplett auf die Schippe nimmt oder ein Text einfach nur zum Lachen ist, dann immer gern. Wobei ich mich bin klassischer Musik (insbesondere Cello) auch sehr mitreißen lassen.

Zu GarageBand: ich denke auch, dass es ein Tool für Anfänger ist. Allerdings ist es wirklich ziemlich umfangreich, jedenfalls so weit ich das beurteilen kann. Wenn ich damals mit meiner Band im Studio war, nahm man natürlich weitaus professionellere Programme, aber von denen habe ich nicht wirklich Ahnung. Solang ich GarageBand noch gut zurecht komme und mit nicht all zu viel technisch unmöglich scheint, bleibe ich damit auch immernoch sehr zufrieden.

Also @bulletrider: du kannst noch gern mal zu GarageBand anschreiben, wenn du was machen magst. Ich bin auch im discord von retropoly.
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Re: Musik übers Zocken und online sein

Beitrag von Bulletrider »

PsychoT hat geschrieben: Mo 26. Apr 2021, 16:25 So, die Verbindung steht. Jetzt muss nur noch gehandelt werden. :blind:
VeitSeiner hat geschrieben: Di 27. Apr 2021, 06:04Also @bulletrider: du kannst noch gern mal zu GarageBand anschreiben, wenn du was machen magst. Ich bin auch im discord von retropoly.
Danke euch Beiden, gut zu wissen. Sollte das Thema Musik machen mal in meiner To-Do Agenda wieder höher rutschen, weiß ich schon mal Bescheid. Momentan tendieren die Böcke, mich damit wirklich zu beschäftigten, eher gegen Null bzw. sind mir andere Sachen freizeittechnisch wichtiger. :-)
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Re: Musik übers Zocken und online sein

Beitrag von PsychoT »

Ich seh schon wieder den fälligen Arschtritt... :blind:
VeitSeiner hat geschrieben: Di 27. Apr 2021, 06:04Generell bin ich vom Radio ziemlich schnell genervt, insbesondere wenn es um die sogenannten Songs von heute geht. Da schalte ich auch gern mal komplett das Radio aus.
Ist doch eh alles nur verweichlichtes Gejaule, was man da zu hören bekommt. Klingt alles gleichgeschaltet. Mein erster Arbeitsschritt nachdem alle meine Mitarbeiter Feierabend gemacht haben ist den Ausschalter am Radio zu betätigen. Es ist unerträglich den ganzen Tag immer wieder mit den gleichen 15 Liedern an Gejaule zugedröhnt zu werden.
VeitSeiner hat geschrieben: Di 27. Apr 2021, 06:04Ich mag halt Song oder bandkonzepte, die mich zum Lachen bringen. Wenn sich eine Band mit ihrer Musik komplett auf die Schippe nimmt oder ein Text einfach nur zum Lachen ist, dann immer gern. Wobei ich mich bin klassischer Musik (insbesondere Cello) auch sehr mitreißen lassen.
Ach, kommt immer ganz drauf an. Ich bin eigentlich kein Freund von Spaßmusik, mag's lieber "ernst", aber wenn's gut gemacht ist und mich irgendwo anspricht, dann gerne. Trotzdem würde ich mal behaupten, dass die besten musikalischen Kompositionen eher melancholisch sind. Da ist einfach viel mehr Tiefe drin. Das gilt für elektronische Musik natürlich genauso.
VeitSeiner hat geschrieben: Di 27. Apr 2021, 06:04Zu GarageBand: ich denke auch, dass es ein Tool für Anfänger ist. Allerdings ist es wirklich ziemlich umfangreich, jedenfalls so weit ich das beurteilen kann. Wenn ich damals mit meiner Band im Studio war, nahm man natürlich weitaus professionellere Programme, aber von denen habe ich nicht wirklich Ahnung. Solang ich GarageBand noch gut zurecht komme und mit nicht all zu viel technisch unmöglich scheint, bleibe ich damit auch immernoch sehr zufrieden.
Hauptsache man kann das damit machen, was man damit machen können will, und wenn das der Fall ist, spricht ja nichts dagegen. Ich wette ihr als Band habt eins von den drei genannten Programmen verwendet, und wenn ihr alle auf Apple fixiert sein solltet, dann höchstwahrscheinlich Logic, denn das ist ein reines Apple-Programm. Industriestandard ist aber nach wie vor Cubase, wobei Pro Tools ebenso immer häufiger aufkommt. Und dann gäbe es ja noch Ableton oder FL Studio, was nicht minderwertiger ist. Ich persönlich nutze aber keins davon, ich mag nämlich keine Musik mit Programmen machen, bei denen die Spuren horizontal verlaufen. Bin ein Tracker-Freund und nutze Renoise, was, wie sich herausgestellt hat, auch von vielen Größen der elektronischen Musik genutzt wird (u.a. Mitch Murder - eine "Ikone" des Retrowave) und auch in der Demoszene Verwendung findet. Jedenfalls, wichtig wäre die Fähigkeit auch externe Synthesizer und Tools in deiner DAW verwenden zu können. Wenn GarageBand das kann, sind die Möglichkeiten gleich auch ganz andere... :wink:
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Re: Musik übers Zocken und online sein

Beitrag von VeitSeiner »

Hui... da musste ich einige Dinge erstmal googeln ;)
Das Programm Renoise kannte ich bis dato noch nicht. Wirkt erstmal recht komplex auf den erste Blick. Obwohl ich für mich die horizontale Aufnahme Ansicht garnicht wegzudenken ist (da ich es nicht anders kenne) wirkt diese Form in renoise auch irgendwie logischer. Ist bestimmt insbesondere für elektronische Musik sehr passend.
Was die externen Synthies angeht, musste ich ebenfalls erstmal gucken. Ich weis, dass man sich externe Sounds laden kann, was ich zwar noch nicht probiert habe, da ich noch gut zurecht komme. Oft habe ich einen Sound im Ohr, suche mir einen ähnlichen und schraube dann so lang, bis er mir gefällt. Oder es per Zufall etwas ganz anderes wird. Das ist dann auch immer einen echt spannende Sache, was im Prozess des Songwriting dann so entstehen kann. Man kann aber midi Keyboards anschließen. Jedoch denke ich, dass man dann nur auf die internen Sounds zurück greifen kann. Ich hatte mal überlegt, mir eines anzuschaffen, komme aber eigentlich auch so ganz gut klar.
Ich merke, dass du schon echt Erfahrung in dem Metier hast und nun werde ich bestimmt noch ein bisschen schmökern, was noch alles so möglich ist mit meinem Programm. Wenn ich mir so online Tutorials anschaue, werden die Möglichkeiten gleich wieder noch größer
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PsychoT
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Re: Musik übers Zocken und online sein

Beitrag von PsychoT »

VeitSeiner hat geschrieben: Mi 28. Apr 2021, 06:07Das Programm Renoise kannte ich bis dato noch nicht. Wirkt erstmal recht komplex auf den erste Blick. Obwohl ich für mich die horizontale Aufnahme Ansicht garnicht wegzudenken ist (da ich es nicht anders kenne) wirkt diese Form in renoise auch irgendwie logischer. Ist bestimmt insbesondere für elektronische Musik sehr passend.
Definitiv. Man kann mit einem "normalen" Musikprogramm sicherlich nicht in derselben Geschwindigkeit arbeiten wie in einem Tracker, abgesehen davon ist ein Tracker viel intuitiver. Ich nutze Tracker seitdem ich 1991 auf dem Amiga so richtig mit dem Musizieren begonnen habe, damals noch auf dem Soundtracker:
Bild
Hab mich zwischendurch, das war 1994, auch mal kurz mit Cubase befasst, um dann festzustellen, dass ich auf diese Art und Weise niemals Musik machen will. Stattdessen bin ich 1996 auf PC und Fasttracker II gewechselt (endlich mehr wie 4 Spuren...), um dann nach ein paar Kreationen und einem kaputten PC knapp 12 Jahre gar nichts an Musik zu machen, nur um dann mit einem Fasttracker-Klon namens Skaletracker im Jahr 2008 wieder anzufangen, um dann 2011 auf Renoise zu wechseln, damit man endlich vollumfänglich sämtliche Möglichkeiten (inkl. Implementierung externer Programme wie VSTs) nutzen kann. Tja, und jetzt habe ich alles in den letzten 2-3 Jahren, wo es die Arbeit zeitlich endlich wieder zulässt, etwas professionalisiert. Selbst wenn ich heute Lieder von mir anhöre, die gerade mal 1 Jahr alt sind, höre ich sofort die damaligen Verfehlungen in Sachen Mixing und Mastering. Mein Sound heute klingt ganz anders, hochwertiger, drückender. Geht aber nur wenn man nicht nur vom Komponieren und Bedienen der DAW und externen Synths etc. Ahnung hat, sondern auch von Mixing, Mastering und Parallel Processing. Ich hatte im Forum hier mal einen entsprechenden Thread zur Musikproduktion eröffnet, aber da ich immer der Einzige war, der sich dafür interessiert hat, habe ich ihn nicht weitergeführt. Da wäre noch einiges zu erzählen... Aber falls du irgendwelche Fragen diesbezüglich hast, kann ich da mittlerweile sicherlich meist aushelfen. Mittlerweile habe ich was Produktion angeht auch deutlich mehr Ahnung wie noch vor gar nicht allzu langer Zeit...
VeitSeiner hat geschrieben: Mi 28. Apr 2021, 06:07Oft habe ich einen Sound im Ohr, suche mir einen ähnlichen und schraube dann so lang, bis er mir gefällt. Oder es per Zufall etwas ganz anderes wird. Das ist dann auch immer einen echt spannende Sache, was im Prozess des Songwriting dann so entstehen kann.
Ja, bei mir kommt auch nie das raus, was ich mir vorgestellt habe. Das liegt vor allem daran, dass ich kein Sounddesigner bin und mir nicht alle Instrumente selbst kreiere, sondern ich nutze Presets von VSTs und verändere die nach meinem Ermessen. Das Problem dabei ist, dass einem beim Durchforsten der Soundbänke soviele Töne um die Ohren fliegen, zu denen jeweils direkt beim ersten Anschlag neue Ideen entstehen, so dass die ursprüngliche Idee entweder verfliegt, vergessen oder verworfen wird. Man hat eben nie genau das, was man gerade braucht, zur Hand.
VeitSeiner hat geschrieben: Mi 28. Apr 2021, 06:07Man kann aber midi Keyboards anschließen. Jedoch denke ich, dass man dann nur auf die internen Sounds zurück greifen kann.
Dann ergibt es keinen Sinn und ist GarageBand bedingt. Mit einem Midi-Keyboard kann man normalerweise alles anspielen.
Falls du mal was anderes sehen willst, ein Blick auf Bitwig Studio soll sich sehr lohnen. Oder wenn's kostenlos sein darf, gibt es mit SunVox eine top Kombination aus einem Tracker und einem "normalen" Musikprogramm, wobei hier die Spuren wie beim Tracker vertikal verlaufen. Hab noch nie was Negatives zu diesen Beiden vernommen, was ich von sämtlichen anderen aufgeführten "normalen" Musikprogrammen nicht unbedingt behaupten kann. Ein Freund von mir nutzt SunVox mit Begeisterung, und ich kenne auch einige, die Bitwig nutzen, was auch ziemlich nutzerfreundlich sein soll, jedenfalls intuitiver zu bedienen wie alles andere, bei denen die Spuren horizontal verlaufen... :blind:
VeitSeiner hat geschrieben: Mi 28. Apr 2021, 06:07Wenn ich mir so online Tutorials anschaue, werden die Möglichkeiten gleich wieder noch größer.
Ja, und wenn GarageBand VST-fähig ist und du dir dann noch Tutorials zu den VSTs anguckst, wird es noch viel, viel besser. :mrgreen:
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Re: Musik übers Zocken und online sein

Beitrag von VeitSeiner »

Hi,
Na Mensch. Das sind ja echt einige Programme. Ich forsche mich mal Stück für Stück durch.
Aber mit dem Thema mastering hast du schon einen wichtigen Punkt angesprochen. Dazu versuche ich mir momentan noch einiges anzueignen. Aber das wird wohl noch eine Weile dauern. Ein echt interessantes Thema, dem ich vorher nicht wirklich die angemessene Beachtung geschenkt habe. Da haben meine Songs sicherlich noch einiges an Potential, was das angeht.
Aber ich freue mich auf jeden Fall, dass ich dazu auf dich zurück kommen kann. Hab schon mal vielen Dank dafür.
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Re: Musik übers Zocken und online sein

Beitrag von PsychoT »

Das Wichtigste vorab: Der Mix muss vor dem Mastern stehen und ist das A und O des gesamten Sounds!
Um einen guten Mix erzielen zu können empfehle ich zwingend die Mono-Methode. Nur wenn sich ein Lied auch in mono vollumfänglich gut und ausgeglichen anhört, kann es auch in stereo glänzen (da hapert es bei meinen "alten" Sachen). Und erst wenn das der Fall ist, kommt das Mastering ins Spiel. Hierzu solltest du als erstes in deinem Masterkanal einen Limiter und einen Monoizer nutzen. Der Limiter verhindert Übersteuerungen und mit einem Monoizer stellst du alle Frequenzen von 0 bis 150-200 Hz auf mono. Es bietet sich u.U. auch an, vor dem Limiter noch einen sog. Clipper einzusetzen, womit du die Spitzen beschneidest, wodurch die Signalstärke vor dem Threshold nochmal raufgesetzt wird, das Lied am Ende also "lauter" wird. Wenn du noch klangtechnische Verfeinerungen, die primär über Kopfhörer hörbar sind, vornehmen willst, nutze einen sog. Exciter im Masterkanal, aber übertreibe es nicht. Mit einem Exciter werden künstlich erschaffene höhere Frequenzen zu deinem Klangspektrum (wobei hohe, mittlere und tiefe Frequenzen separat behandelt werden) addiert, wodurch der Sound nochmal ein Stück klarer wird. Wenn man es zu intensiv nutzt nimmt die Qualität allerdings ab, da auch Distortion auf den Klang wirkt. Also immer schön dosieren!

Bevor du allerdings den Mix hinstellst solltest du, falls ein tieferer und intensiverer Sound gewünscht wird, das gesamte Parallel Processing abgeschlossen haben. Also Parallel Drum Compression, Parallel Bass Compression etc., die Rear Bus-Technik ist auch nicht zu verachten, siehe hier:


Was dich bzgl. der verschiedenen DAWs vielleicht auch interessieren könnte ist dieser Artikel, in dem unterschiedliche Musikprogramme und Konzepte beschrieben werden (auf deutsch :wink: ). Ist natürlich in erster Linie für Leute interessant, die noch nie Musik gemacht haben, es aber gerne würden, nur nicht wissen wie.
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Re: Musik übers Zocken und online sein

Beitrag von VeitSeiner »

Hey,
Ich habe in meinen letzten Songs mal ein bisschen mehr auf das mastering und die Frequenzen der einzelnen Spuren geachtet und merke schon dass es sich voller anhört als bei manch anderem Song vorher.
Damit bin ich sicherlich noch lang nicht am Ende der Möglichkeiten und werde nun weiter gucken, was für Möglichkeiten GarageBand noch so bietet.
Falls es sich doch abzeichnet, dass ich lieber ein anderes Programm brauche, weiß ich ja, wo ich nachschauen kann.
Hab auf jeden Fall vielen Dank für die ganzen Tipps und links zu entsprechenden Seiten.
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Re: Musik übers Zocken und online sein

Beitrag von PsychoT »

VeitSeiner hat geschrieben: So 9. Mai 2021, 07:32Ich habe in meinen letzten Songs mal ein bisschen mehr auf das mastering und die Frequenzen der einzelnen Spuren geachtet und merke schon dass es sich voller anhört als bei manch anderem Song vorher.
Was meinst du mit "voller"? Einen volleren Sound erreicht man eigentlich nur durch Parallel Processing, alles andere behandelt primär Lautstärken zueinander. Auf jeden Fall nichts zu danken und noch ein Tip: Nutze in jedem einzelnen Kanal einen Filter und filtere sämtliche nicht benötigte Frequenzen weg. Zur Kontrolle nutze das Scope und achte auf den Ausschlag der Frequenzen. Wenn du z.B. einen Hihat im Einsatz hast, ist es in der Regel so, dass trotzdem auch tiefe Frequenzen (im Bereich 0-1000Hz) ausschlagen, die müssen auf jeden Fall weg. Du wirst den Unterschied vielleicht nicht immer direkt hören, aber wenn du das erstmal mit jedem einzelnen Kanal gemacht hast, wird dein Gesamtmix WESENTLICH klarer klingen. Die ganz tiefen Frequenzen (0-400Hz) sollten Bass plus Kick gehören und sonst nichts. Wenn das der Fall ist, "knallt" es auch mehr. :blind:

Übrigens, ich habe den Titel "Wenn Du Joinst" erst falsch verstanden, man muss schon den Track hören... :hehe:
Bist aber fleißig, direkt danach schon wieder den nächsten Track nachgeschoben. Was auch immer "Wendy's Reithöhle" ist... :wink:
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Re: Musik übers Zocken und online sein

Beitrag von VeitSeiner »

Hey hey,
Mensch, danke dir für die ganzen Infos. Das ist wirklich Goldstaub. Ich werde es definitiv weiter beherzigen. Es ist sicherlich gut investierte Zeit.
Was die neuen Songs angeht, so entstammen die aus einem Stream, den ich gern schaue.
Die Zeile „wenn du joinst“ hat der Co-Streamer gesagt, als beide dem Spiel joined wollten und damit war die Idee geboren, das zu vertonen.
Wendy’s Reithöhle hingegen war auch aus dem Stream aber eher ein Wunsch des Co-Stramers, ob ich daraus nen Song baue. Die streamerin meinte, dass sie spielen gegenüber total offen ist und auch alles spielen würde. Wendy’s Reithöhle war allerdings nur ein Versprecher der für viel lachen gesorgt hat. Und daraus nen Song zu machen, hat umso mehr Spaß gemacht.
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